Herzlich willkommen beim

Sportkreis Sinsheim

im Badischen Sportbund Nord e.V.

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Sportkreis Sinsheim zeichnet bei seinem Jahresempfang die Preisträger des Inklusionsprojekts „Sport für Alle“ aus

Inklusion hieß das Thema beim Jahresempfang des Sportkreises Sinsheim. Der Sportkreis würdigte am Sonntag, 28. Januar, im Vereinsheim des SV Hilsbach Vereine, die sich dem Sport mit und ohne Handicap verschrieben haben. Dass viel getan wird in dieser Hinsicht, zeigte die lange Liste der Preisträger. Insgesamt sieben Klubs und Einrichtungen konnten die Verantwortlichen um den Sportkreisvorsitzenden Josef Pitz mit einer Prämie in Höhe von 200 Euro belohnen.
Der Tischtennis-Gemeinschaft TTG Neckarbischofsheim bietet seit ihrer Gründung Sport für alle an. „Bei uns gab es Inklusion, bevor man überhaupt wusste, was Inklusion ist“, sagt Holger Steuerwald, der TTG-Vorsitzende, und verweist auf die Anfänge. Gründungsmitglied Helmut Hauck habe ein Glasauge gehabt, Toni Knöbl sei beinamputiert gewesen. „Er hat die Krücke unters Bein gemacht und dann gespielt“, so Steuerwald. Und dann ist da Matthias Schilling. Schilling, seit einem Arbeitsunfall vor 30 Jahren querschnittsgelähmt, nachdem er bei einem Arbeitsunfall vom Dach sechs Meter in die Tiefe stürzte, spielt seit 1993 Tischtennis in Neckarbischofsheim. Derzeit schlägt er für die vierte Mannschaft in der B-Klasse und für die „Dritte“ in der A-Klasse auf – er im Rollstuhl, die anderen als „Fußgänger“, wie der 53-Jährige es nennt. „Inklusion ist eine Bereicherung für den Sport und für uns“, erklärt Holger Steuerwald.
Ähnlich positive Erfahrungen machen der TSC Rot-Gold Sinsheim mit dem Rollstuhltanz von Petra-Alexandra Lessmann, der TV Eppingen mit seinen Inklusionsangeboten und die Schützengemeinschaft Daisbach. Die SG hat zwei Schützinnen mit geistiger Behinderung in ihren Reihen – Schützinnen, die außerdem stark sehbehindert sind. Zunächst ließ der Verein die beiden auf die größeren Zehn-Zentimeter-Pistolen-Scheiben schießen, inzwischen zielen sie auf die kleinen 5-Zentimeter-Luftgewehr-Scheiben. „Am Anfang hat ihnen kaum jemand etwas zugetraut. Jetzt kann eine sogar bei den Wettkämpfen mitmachen. Beide wollen nur noch schießen“, freut sich Oberschützenmeister Detlef Bohmert. Wichtig, so Bohmert, sei es, Menschen mit Behinderung in die Vereinsarbeit einzubinden. „Da werden sie dann ganz normal behandelt.“
Sport macht Spaß, Sport tut gut. Helmut Pobiruchin ist Übungsleiter bei der Lebenshilfe Sinsheim. Spazieren gehen, Schwimmen, Fußball: Jeden Donnerstag nutzen die 60- bis 83-Jährigen mit großer Begeisterung ein sportbegleitendes Angebot –– dass im Fußball-Training U23-Kicker der TSG Hoffenheim mit von der Partie sind, kommt besonders gut an. „Es ist ein Gewinn für alle“, sagt Pobiruchin und bedankt sich bei der TSG für die Mithilfe. Überhaupt Hoffenheim. Ein Paradebeispiel für gelungene Inklusion ist Anpfiff Hoffenheim, vor allem im Sitzvolleyball geht es rund. „Sitzvolleyball ist ein echter Inklusionssport. Mittlerweile haben wir zwei Mannschaften“, erklärt Anpfiff-Vorsitzender Dietmar Pfähler. Was reizvoll ist: „Sitzvolleyball ist ein Sport, in dem Menschen ohne Behinderung leicht benachteiligt sind gegenüber Menschen mit Behinderung.“
Das Miteinander bei der Inklusion lohnt sich: Je 200 Euro Preisgeld bekamen die Vereine für ihr Engagement überreicht. Es ist nicht das letzte Wort. Der Sportkreis Sinsheim wird den „Sport für Alle“ weiter forcieren, genauso wie das Förderprogramm „Neue Wege im Sport“, wo der SV Sinsheim den Hauptpreis gewann. Bei allen positiven Nachrichten: Nicht überall verläuft Inklusion harmonisch. „Spieler mit Behinderung werden bei manchen Fußballvereinen auch mal niedergemacht, wenn ein Pass nicht gerade kommt. Da muss ein Umdenken stattfinden“, sagt Andreas Kaiser, der Sportmittler im Sportkreis. Auch in Sachen Sportstätten ist längst nicht alles Gold, was glänzt: „Bei 90 Prozent der Hallen ist der Eingang barrierefrei. Das Problem ist der Sportlereingang“, erklärt Rollstuhlsportler Matthias Schilling, der weiß: „Selbst in neuen Hallen gibt es manchmal steile Treppen, wenn man in die Kabine will.“

Die Preisträger "Neue Wege im Sport" von links: Dietmar Pfähler (Anpfiff Hoffenheim), Helmut Pobiruchin (Lebenshilfe Sinsheim), Michael Schäfer (TSC Rot-Gold Sinsheim), Simone Essig (TV Eppingen), Detlef Bohmert (SG Daisbach) und Holger Steuerwald (TTG Neckarbischofsheim). rechts Willi Ernst und Bernhard Wieland vom Sportkreis Sinsheim

SV Sinsheim gewinnt den ersten Preis beim Förderprogramm „Neue Wege im Sport“
Beim neuen Förderprogramm des Sportkreises Sinsheim „Neue Wege im Sport“ gewann der Fußball-B-Ligist SV Sinsheim den Hauptpreis in Höhe von 300 Euro. Weitere 200 Euro kamen beim Inklusionsprojekt „Sport für Alle“ hinzu. Bei „Neue Wege im Sport“ zeichnet der Sportkreis Sinsheim jene Vereine aus, die kreativ sind, die sich etwas einfallen lassen, um fit für die Zukunft zu sein. Vor allem in den sozialen Medien ist der SVS auf Ballhöhe. Fast 400.000 Mal wurde ein selbst gedrehtes Video im Internet angeklickt. Der Clip zeigt, wie 15 Spieler in der Kabine einen Ball reihum köpfen. Am Ende landet der Ball unter lautem Gejohle im Papierkorb. „Wasder SV  Sinsheim macht, ist etwas Besonderes und vor allem immer aktuell“, lobte Willi Ernst, der stellvertretende Sportkreis-Vorsitzende.

  

Der SV Sinsheim ist Preisträger beim Förderprogramm „Neue Wege im Sport“. Von links: Bernhard Wieland und Willi Ernst (stellvertretende Sportkreis-Vorsitzende), Peter Flaig (Vorsitzender SV Sinsheim), Sportkreis-Chef Josef Pitz, Oliver Flaig (SV Sinsheim), Trainer Pascalis Kargakis und Hans-Ingo Appenzeller vom Sportkreis Sinsheim.

Bericht: Eric Schmidt, Rhein-Neckar-Zeitung

 



Flüchtlingsmannschaft aus Waibstadt nimmt an sportlichen Veranstaltungen teil

Ein weiterer kleiner Schritt in die Integration

Seit 2016 haben die Flüchtlinge aus Waibstadt die Gelegenheit, am sportlichen Angebot des TV Waibstadt unter Leitung des Integrationsbeauftragten Peter Dembeck  teilzunehmen - nicht zuletzt auch, um die deutsche Vereinskultur näher kennenzulernen. Das  Angebot reicht von Volleyball, Turnen, Judo und allgemeinem Sport mit Flüchtlingen. Die Menschen sind mittlerweile in Waibstadt angekommen, wohnen hier, arbeiten, gehen zur Schule, nehmen an Integrationskursen teil und sprechen fast alle fließend Deutsch. Die Freitagsgruppe besteht aus ca. 20 Teilnehmer aus sieben Nationen verschiedenster Länder und Religionen und so konnten sie auch dieses Jahr an sportlichen Events teilnehmen. Auf Einladung des Asylkreises Mosbach nahm eine Mannschaft aus Waibstadt  beim Cup of Nations am 17. Juni 2017 im Elzstadion Neckarelz teil. Unter den vielen Zuschauern war u.a. die Bundestagsabgeordnete Frau Dr. Schlegel (SPD), der Integrationsbeauftragte des Neckar-Odenwald-Kreises Herr Wojcik sowie der Beigeordnete der Stadt Mosbach Bürgermeister Keilbach und man konnte sich vor Ort über die erfolgreiche Integrationsarbeit überzeugen. Auch konnte diese Woche die Mannschaft aus Waibstadt am Grümpelturnier beim SV Neidenstein teilnehmen. Leider konnte man sich in der Vorrunde gegen die starken Gegner nicht durchsetzen, dennoch war die Teilnahme geprägt von Toleranz und Respekt. Der TV Waibstadt wird u.a. durch das Programm  "Integration durch Sport" des DOSB, Landessportverband BW als Stützpunktverein gefördert und unterstützt. Der Sport mit Flüchtlingen wird mittlerweile durch Haben Yemane aus Eritrea und dem Vereinsmittler des Badischen Sportbundes Andreas Kaiser aktiv begleitet. Alle Sportler werden über den Sport hinaus im Alltag bei Probleme verschiedenster Art wie z.B. Bundesagentur für Arbeit, Schule, Ausbildung, Ausländerbehörde,  Wohnungssuche, ärztliche Versorgung uvm. unterstützt.

 



Weitere Zuschüsse für Sport mit Geflüchteten

Arbeit im Sport mit Geflüchteten
 „Integration im und durch Sport“ ist das Ziel vieler Sportvereine, Sportkreise sowie Sportverbände in Baden-Württemberg. Als Dachorganisation des organisierten Sports möchten der Badische Sportbund Nord sowie der Württembergische Landessportbund das große Engagement ihrer Mitgliedsvereine und Institutionen unterstützen und gemeinsam mit ihnen die Idee einer offenen und vielfältigen Sportlandschaft verfolgen.
Für eine finanzielle Unterstützung steht den Landessportbünden und seinen Mitgliedsvereinen und -organisationen auch im Jahr 2017 Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Integration durch Sport“ des Bundesministeriums des Innern bzw. des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge sowie des Deutschen Olympischen Sportbundes zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit dem Landessportverband Baden-Württemberg stellt der Badische Sportbund Nord diese finanziellen Mehrmittel denjenigen Mitgliedsorganisationen zur Verfügung, die im Zeitraum 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 Maßnahmen mit Geflüchteten durchführen. Diese Fördermittel können bis zum 30. Juni 2017 beim Badischen Sportbund Nord beantragen.
Förderfähige Maßnahmen
Förderungen sind für folgende Projekte, Maßnahmen und Aktivitäten im Bereich „Sport, Integration und Geflüchtete“ möglich:
1.       Kurzfristige Angebote, z.B. Schnupperangebote, integrative Spiel- und Sportfeste, zeitlich befristete Sportangebote
2.       Regelmäßige Angebote, z.B. neue, einladende und/oder aufsuchende Angebote, gezielte Öffnung bestehender Angebote
3.       Außersportliche Angebote, z.B. Sport- und pädagogische Angebote, kulturelle Angebote, sprachfördernde Maßnahmen, integrative Ausflüge und Freizeiten
4.       Unterstützende Angebote, z.B. Beratung, Hilfestellungen
5.       Für Qualifizierungsangebote, z.B. Referentenkosten, Verpflegung, Reisekosten
 
Weitere Informationen:
http://www.badischer-sportbund.de/startseite/aktuelles/detailansicht/121-neue-foerdermittel-fuer-den-sport-mit-gefluechteten/
Ansprechpartner beim Badischen Sportbund Nord:
Lisa Hettmanczyk - Julian Hess - Bernhard Hirsch
L.Hettmanczyk@Badischer-Sportbund.de, 0721/18 08-42
J.Hess@Badischer-Sportbund.de, 0721/18 08-41
B.Hirsch@Badischer-Sportbund.de, 0721/18 08-15

 



MTB Lehrgang Waldkatzenbach

Sonne pur beim MTB Lehrgang in Waldkatzenbach. Rund 50 Teilnehmer standen am Samstagmorgen vor dem Vereinshaus der Katzenbacher. Aufgeteilt in Gruppen gab es am Vormittag vier Technikstationen zu bewältigen. Von Paletten Übungen bis hin zu Limbo auf dem Rad gab es für jeden ein breites Angebot. Nach dem Essen ging es raus zum Trial fahren wo die Technik im Terrain abgefragt wurde. Rund um den Katzenbuckel hieß die Devise. Nächster MTB Lehrgang findet am 8.4. beim TV Mosbach e.V.  statt. Zu der Veranstaltung dürfen sich alle (andere Bezirke) MTB-Rennfahrer zwischen U9 und U17 anmelden. Anmeldung unter www.radbezirk-rno.de.



Sportlerehrung der Stadt Eppingen am 12. März

Einen festen Platz beim Empfang des Ehrenamts der Stadt Eppingen hat die Ehrung der besonders erfolgreichen Sportler. Zusammen mit Günter Brenner als Vertreter des Verkehrsvereins Eppingen stellte Oberbürgermeister Klaus Holaschke am 12. März drei Kinder, 33 Sportler und Sportlerinnen sowie sieben Mannschaften vor, die alle für ihre herausragenden Leistungen in 2016 geehrt wurden.
 
Eine Medaille in Gold mit Urkunde erhielten Annmarie Mütsch vom Schachclub Eppingen, Philipp Mähner, Eleonora Tissen und Adrian Zoller vom Rad- und Rollschuhverein sowie Olivia Tzschach, Janine Winterbauer, Andrea Pottiez und Felix Mairhofer vom Turnverein Eppingen für herausragende Leistungen bei hochrangigen internationalen oder nationalen Meisterschaften.
 
Silbermedaillen, ebenfalls mit Urkunde, gingen an Stefanie Bachmann und Christiane Otto beim Reiterverein Eppingen, Felix Peschau und Steven Ruppel vom Goju-Ryu Karate Verein Eppingen, Xenia Scherer vom Rad- und Rollschuhverein Eppingen, Eva Sperling, Paul Stumpf, Jan Schick, Ruven Renz, Magdalena Polster und Natalie Winterbauer vom Turnverein Eppingen. Auch sie standen im vergangenen Jahr auf der Siegertreppe bei nationalen Wettbewerben.
 
In der Kategorie Bronze erhielten jeweils eine Medaille mit Urkunde: Cedric Schenk, Edwin Baitinger, Philipp Tritschler, Edward Tissen und Nikita Hammermeister vom Gojy-Ryu Karateverein Eppingen, Tobias Hermann vom Schachclub Eppingen, Selena Kaufmann und Jana Wende vom Schachclub Eppingen, Alisha Wolf, Lisett Düll, Lara Böhm, Celine Okemu, Noah Becker und Jannik Lang.
 
In der Mannschaftswertung gingen Silbermedaillen mit Urkunden an die 1. Mannschaft, die Seniorenmannschaft und die U20-Mannschaft des Eppinger Schachclubs, an die weibliche Leichtathletikjugendmannschaft des Turnvereins Eppingen und an die U17-Mannschaft des VfB Eppingen. Über Bronzemedaillen mit Urkunden freuten sich die 1. Mannschaft des VfB Eppingen und die männliche Leichtathletikjugendmannschaft des Turnvereins Eppingen.
 
Da Kinder erst ab dem zwölften Lebensjahr bei der Sportlerehrung berücksichtigt werden, erhielten Lennox Schenk vom Goju-Ryu Karateverein Eppingen sowie Selina Schwab und Felix Herbst, beide beim Rad- und Rollschuhverein Eppingen, jeweils eine Urkunde sowie fünf Einzeleintrittskarten für das Eppinger Hallenbad.
Die musikalische Umrahmung des Programms übernahm die Blue Velvet Band der Neuen Musikschule Eppingen. Für den Sektempfang und den abschließenden Imbiss sorgte der Tennisclub Eppingen.

 



Neujahrsempfang des Sportkreises Sinsheim

Beim Neujahrsempfang des Sportkreises Sinsheim sprachen Vereinsvorsitzende und Funktionäre von ihren Erfahrungen beim „Sport mit Geflüchteten“
Krieg. Terror. Vertreibung. Der Aufruhr in der Welt hinterlässt hierzulande seine Spuren. Der Sport bleibt von der Flüchtlingskrise nicht unberührt. „Sport mit Geflüchteten“ ist ein großes Thema, „Sport mit Geflüchteten“ ist deshalb auch ein Projekt, dem sich der Sportkreis Sinsheim widmet. Beim traditionellen Neujahrsempfang am Sonntag, 15. Januar im Klubhaus des SV Hilsbach berichteten Vorsitzende, Funktionäre und Helfer von ihren Erfahrungen mit der Flüchtlingsarbeit. Dass es Fördermittel gibt für Vereine, die sich engagieren, ist vielen nicht bekannt. Bernhard Wieland, stellvertretender Vorsitzender und Integrationsbeauftragter des Sportkreises Sinsheim, will Wissenslücken schließen und den Klubs das nötige Knowhow an die Hand geben. Ja, man muss helfen.

Josef Pitz, der Sportkreis-Vorsitzende, kann sich gut in die Lage von Flüchtlingen versetzen. Pitz, 1942 bei Budapest geboren, stammt selbst aus einer Flüchtlingsfamilie. Während des Kriegs ging es von Ungarn nach Deutschland – und von Passau bis nach Sinsheim. „Ich kann die Menschen aus Syrien absolut verstehen. Ich würde da auch abhauen“, sagt der 74-Jährige.
Wo gibt es welchen Sport? Welcher Flüchtling hat welche Interessen? „Wir wollen ein Netzwerk schaffen“, sagt Andreas Kaiser. Der 50-Jährige aus Eschelbronn wurde als sogenannter „Sportmittler“ installiert und sieht sich als Schnittstelle zwischen den Klubs und dem Sportkreis. Der Polizeibeamte hat die nötigen Kontakte, er ist viel unterwegs und hat Erfahrung. Beim Flüchtlingsprojekt „Heimstärke“ greift er der TSG Hoffenheim unter die Arme. Warum er so gerne hilft? Rudi Gutendorf, der Fußball-Weltenbummler, hat ihn inspiriert, genauso Lutz Pfannenstiel, der Fußball-Entwicklungshelfer und Kontinenten-Kenner. „Ich hab’ mir gedacht: Ich muss nicht in die weite Welt. Wir haben die Welt auch hier vor unserer Haustür“, sagt Kaiser. Zu tun gibt es in der Tat einiges. Im Sportkreis sind es derzeit 29 Vereine, die Flüchtlinge aufgenommen haben. Die Leichtathleten des TSV Weiler gehören dazu, die Freizeitgruppe Angelbachtal, die Fußballer des SV Hilsbach, des TSV Waldangelloch und des FC Weiler, die in der Jugend eine Spielgemeinschaft bilden. Besonders international geht es beim SV Neidenstein zu. Insgesamt elf Flüchtlinge, vornehmlich aus Gambia, kicken für den B1-Ligisten – für beide Seiten eine Win-win-Situation. „Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht. Wenn man unten steht, kommen die Spieler nicht zugeflogen“, sagt Thomas Reidl, der 2. Vorsitzende. Der SVN, er kann den Spielbetrieb aufrechterhalten, umgekehrt können sich die Flüchtlinge beim Sport austoben. Die Erfahrungen, die der Verein macht, sind positiv. Die anfängliche Skepsis, auch in den eigenen Reihen, ist einem guten Miteinander gewichen. Das Zusammenspiel funktioniert, die Verständigung wird immer besser. Ein eigens erstelltes Deutsch-Englisch-Lexikon der Fußballfachbegriffe hilft bei der Kommunikation. Anfangs habe es bei Festen und Veranstaltungen das Problem der Grüppchenbildung gegeben, gibt Reidl zu. Dem wirkt der SVN jetzt durch eine besondere Sitzordnung entgegen. „Wir nennen es Schachbrettmuster. Weiß, schwarz, weiß, schwarz. Es ist bunt gemischt, wenn wir zusammensitzen.“ Dass nicht immer alles rund läuft, dass es Schwierigkeiten gibt, verhehlen die Macher nicht. „Ich musste lernen, den Mund aufzumachen. Man muss für seine Sache werben“, sagt Isabella Schütz. Die Vorsitzende der Sportkreisjugend Karlsruhe bietet zwei Mal pro Woche Gruppentraining für Flüchtlinge an, entsprechende Sportstätten zu finden ist nicht einfach, aber wichtig: „Keine andere Institution, keine andere Organisation macht den Job, den jetzt der Sport erledigt.“ Klar ist aber auch: Eine Einbahnstraße kann Flüchtlingsarbeit nicht sein. „Man darf nicht nur den roten Teppich ausrollen. Wer von Syrien bis nach Waibstadt kommen kann, kann auch von der Flüchtlingsunterkunft rechtzeitig in der Sporthalle sein“, sagt Peter Dembeck. Der Integrationsbeauftragte des TV Waibstadt organisiert seit rund zwei Jahren das Flüchtlingstraining am Freitagabend, das zum Dauerbrenner geworden ist. Dabei gelten Spielregeln – und deutsche Tugenden: Pünktlichkeit, Disziplin. Anfangs habe es Konflikte zwischen Afrikanern und Arabern gegeben. „Jetzt sind es die besten Freunde, und sie spielen gerne in einer Mannschaft“, sagt Dembeck. Wichtig vor allem: die Sprache. Sobald Flüchtlinge bei Andreas Kaiser in den Bus steigen, ist Deutsch ein Muss. Die Sprache zu kennen, sei das A und O. Was die Jugend des TSV Waldangelloch betrifft, so gelingt die Integration. Zu Beginn hätten die jungen Flüchtlinge noch das gemeinsame Duschen gescheut, jetzt sei alles ganz normal und vielfältig. „Bei uns ist in der Halbzeit auch schon mal afghanische Musik gelaufen“, erklärt TSV-Jugendleiter Siegfried Ritzal.
Von Eric Schmidt, Rhein-Neckar-Zeitung

 



Herbstwanderung des Sportkreises Sinsheim in Siegelsbach

Auf Einladung des stellvertretenden Vorsitzenden des Sportkreises Sinsheim, Herwig Werschak, führte der erweiterte Kreisvorstand und Kreisjugendvorstand sowie die Mitglieder des Sportabzeichenausschusses mit Partnern des Sportkreises Sinsheim seine Herbstwanderung in Siegelsbach durch. Treffpunkt war das Sportgelände in Siegelsbach, wo der Schriftführer des Fußballkreises Sinsheim und ehemalige Vorsitzende des Sportclubs Siegelsbach, Werner Bauer, die Wanderfreunde begrüßte. Bei wolkenverhangenem Herbstwetter machten die Wanderer einen ausgedehnten morgendlichen Rundgang um die Gemeinde im nördlichen Landkreis Heilbronn. Werner Bauer führte die Gruppe am Kurtbrunnen zwischen Siegelsbach und Neckarmühlbach vorbei durch das idyllische Fünfmühlental, einen der schönsten Wanderwege der Region. Entlang des waldumsäumten Tals waren dort bis nach dem Zweiten Weltkrieg fünf Wassermühlen in Betrieb, die die Namen der jeweiligen Besitzer trugen. Heute befindet sich in diesem romantisch anmutenden Tal ein privates Damwildgehege. Vorbei am Golfplatz des Golf-Clubs Bad Rappenau und dem Kohlhof blinzelte vereinzelt sogar die Sonne zwischen den Wolken hindurch. Kurz vor der gemütlichen Einkehr im Vereinsheim des Tennisclubs Siegelsbach bekamen die Wanderer dann doch noch ein paar Tropfen ab. Nach der vierstündigen Wanderung dankte Sportkreisvorsitzender Josef Pitz dem Organisator, Herwig Werschak und dem Gastgeber Werner Bauer für die Gastfreundschaft.

Der erweiterte Kreisvorstand und Kreisjugendvorstand sowie die Mitglieder des Sportabzeichenausschusses mit Partnern des Sportkreises Sinsheim führte seine Herbstwanderung in der Gemeinde Siegelsbach durch.

 



Sportlerehrung der Stadt Eppingen 2016

Zahlreich waren die Gäste am Sonntag, 28. Februar in der Eppinger Stadthalle beim ersten Empfang des Ehrenamts in diesem Jahr. Im rund zweistündigen Programm stellte Oberbürgermeister Klaus Holaschke das Engagement von vier langjährige Vereinsfunktionären, 16 Preisträgern beim Blumenschmuckwettbewerb sowie 29 Sportlerinnen und Sportlern sowie fünf Sportmannschaften in den Mittelpunkt des Nachmittags. Unter der Leitung von Bernd Söhner sorgte das Jazz-Ensemble des Hartmanni-Gymnasiums, „Jazz burned“, für den musikalischen Rahmen. Im Anschluss an das offizielle Programm freuten sich die Teilnehmer auf den geselligen Imbiss, der vom Tennisclub Eppingen bewirtet wurde.

Zahlreich waren die Erfolge von Eppinger Sportlern im vergangenen Jahr. Eine Urkunde und fünf Einzeleintrittskarten für das Hallenbad erhielt Steven Ruppel vom Goju Ryu Karateverein für seinen 1. Platz beim Internationalen Shito-Ryu-Cup in Beilstein. Da Steven das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ist er für die reguläre Sportlerehrung nicht zugelassen.

Ehrungen in Bronze erhielten Philipp Tritschler vom Goju Ryu Karateverein für einen 2. Platz beim Internationalen Goju-Ryu-Cup in Schüttdorf. Drei Auszeichnungen gingen an Sportler des Rad- und Rollschuhvereins für ihre erfolgreiche Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft in Bayreuth. Hier erzielte Valerie Geiser einen 1. Platz zusammen mit Aaron Schröter. Selina Schwab erzielte einen 6. Platz. David Krüger von der Schützengesellschaft erhielt ebenfalls einen Preis in Bronze für einen 3. Platz bei der Landesmeisterschaft. Vom Turnverein Eppingen konnten Jonas Wirth, Ruven Renz, Natalie Winterbauer und Lara Böhm eine Ehrung in Bronze in Empfang nehmen. Jonas Wirth erzielte einen 3. Platz bei der Badischen Meisterschaft U16. Bei Ruven Renz führte ein 2. Platz bei der Badischen Hallenmeisterschaft U16 zur Ehrung. Natalie Winterbauer erhielte ihre Auszeichnung für einen 7. Platz bei der Deutschen Jugendmeisterschaft und Lara Böhm konnte am Sonntag Bronze für den 2. Platz bei der Badischen Meisterschaft U14 in Empfang nehmen.

Mannschafts-Bronze gab es für die Erste des Eppinger Schachclubs, nachdem sie den 9. Platz in der 1. Bundesliga erzielte. Auch die U20 des Eppinger Schachvereins erhielt eine Auszeichnung in Bronze, und zwar für den 3. Platz in der Baden-Württembergischen Jugendliga U20. Als Aufsteiger in die Verbandsliga Nordbaden erhielten die U19-Junioren des VfB Eppingen eine Ehrung in Bronze und als Landesliga-Meisterinnen konnte sich die C-Jugendspielerinnen des VfB ebenfalls über eine Mannschaftstafel in Bronze freuen.

Eine Mannschaftstafel in Silber ging an die Staffel des Turnvereins  Eppingen für einen 1. Platz bei den Badischen Hallenmeisterschaften U16 in Mannheim. Über Medaillen in Silber freuten sich vom Eppinger Karateverein Goju Ryu Edwin Baitinger für einen 1. Platz beim Internationalen Goju-Ryu-Cup in Schüttdorf, Edward Tissen für einen 2 Platz bei der Landesmeisterschaft der Kinder und Schüler in Eppingen, Nikita Hammermeister für einen 2. Platz ebenfalls bei der Landesmeisterschaft in Eppingen und Cedric Hahn für einen 1. Platz bei der Badischen Jugendeinzelmeisterschaft U20 in Karlsruhe. Vom Rad- und Rollschuhverein Eppingen wurden Xenia Scherer für einen 5. Platz bei der Deutschen Meisterschaft in Kiel, Selena Kaufmann für einen 6. Platz ebenfalls in Kiel und Adrian Zoller für einen 1. Platz bei der Süddeutschen Meisterschaft in Bayreuth mit Silber geehrt. Eine Silbermedaille ging an Josef Krist von der Eppinger Schützengesellschaft für den 1. Platz im Zimmerstutzen bei der Landesmeisterschaft und an Volker Weselin von der DLRG Eppingen für den 1. Platz bei den Baden-Württembergischen Senioren-Masters im Rettungsschwimmen. Drei Sportlerinnen des Turnvereins Eppingen erhielten eine silberne Ehrenmedaille: Magdalena Polster für einen 2. Platz bei der Süddeutschen Meisterschaft U23 in Kassel, Olivia Tschach für einen 1. Platz bei der Badischen Hallenmeisterschaft U16 in Mannheim und ebenfalls bei der Hallenmeisterschaft in Mannheim Celine Okemu für einen 1. Platz.

Sieben Sportler und Sportlerinnen gingen mit einer Vereinsmedaille in Gold nach Hause. Vom Schachclub Eppingen waren diese Annmarie Mütsch für den 2. Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften U14 in Wellingen und Christopher Noe für den 2. Platz bei der Deutschen Jugendländermeisterschaft in Hannover. Zwei Sportler des Rad- und Rollschuhvereins Eppingen wurden mit Gold geehrt. Philipp Mähner wurde unter anderem Europameister Pflicht Junioren bei den Europameisterschaften in Italien. Eleonora Tissen wurde für ihren 3. Platz Pflicht und 1. Platz Kombination bei den Europameisterschaften ausgezeichnet. Bei den Fahr- und Pferdefreunden konnte Anne Götter eine Goldmedaille entgegennehmen. Die Auszeichnung erhielt sie für den 1. Platz bei einem M-Springen in der Klasse Pony bei den Süddeutschen Meisterschaften in Pöttmes. Gold ging auch an Felix Mairhofer vom Turnverein Eppingen für einen 1. Platz bei der Süddeutschen Meisterschaft U23 in Kassel. Für den 8. Platz im Hochsprung bei der Weltmeisterschaft der Senioren in der Altersklasse W50 in Lyon erhielt Andrea Pottiez vom Turnverein Eppingen eine Goldmedaille von Oberbürgermeister Klaus Holaschke überreicht.

Als Abschluss der Sportlerehrung bedankte sich der Oberbürgermeister bei der Bewertungskommission mit Blumen- und Weinpräsenten. Die Mitglieder der Bewertungskommission sind Nicola Golla, Gerhard Grolig, Jochen Oppolzer, Uwe Lang, Bernd Rothmeier, Heinrich Vogel, Sabine Schuchmann und Günter Brenner.



Sportkreis würdigte bei seinem Neujahrsempfang die Senioren

Neues Jahr, neues Thema: Bei seinen Neujahrsempfängen stellt der Sportkreis Sinsheim immer ein bestimmtes Thema in den Mittelpunkt. Mal ist es – wie jetzt – der Seniorensport, mal ist es das Ehrenamt, das Sportabzeichen oder die Jugendarbeit. „Das ist eine hervorragende Idee. Das hat Vorbildcharakter. Ich habe im Präsidium dem Sportkreis-Vorsitzenden Josef Pitz mein großes Kompliment ausgesprochen“, sagte Heinz Janalik, der Präsident des Badischen Sportbundes. Neben seinen Vorstandsmitgliedern konnte Josef Pitz im Clubheim in Hilsbach auch den Präsidenten des Badischen-Sportbundes Nord, Heinz Janalik, begrüßen. Wie gewohnt übernahm das Tandem Roland Dworschak und Hans-Ingo Appenzeller die Moderation der Veranstaltung. Senioren haben Ideen und sind Stützen der Vereine. Das weiß auch der Sportkreis Sinsheim zu schätzen. Bei seinem traditionellen Neujahrsempfang würdigte der Kreis all jene Leute, die sich um den Seniorensport verdient machen. Ohne die älteren Herrschaften geht nichts. Das ist schon auf der oberen administrativen Ebene zu erkennen. Sportkreis- Chef Josef Pitz ist ebenso ein rüstiger Rentner wie der Fußballkreis-Vorsitzende Herwig Werschak oder Kreisoberschützenmeister Adolf Riedl. Auch an der Basis sind die Senioren breit aufgestellt. Knapp 11 000 der rund 55 000 Mitglieder, die die 192 Vereine im Sportkreis haben, sind älter als 60. Alter schützt vor Treffern nicht. Wer auch noch mit 60 oder 70 regelmäßig schießen will, ist im Kraichgau genau richtig. Seit 2003 gibt es im Sportschützenkreis Sinsheim eine Senioren- und Ältesten-Liga, in der die Generation 55 plus mit Luftdruck- und mit Kleinkaliberwaffen Scheiben ins Visier nehmen kann. Der Tatendrang ist groß. „Am Anfang waren wir zu siebt, zu acht. Jetzt sind wir zwischen 55 und 60, und manche kommen aus anderen Kreisen zu uns“, sagt Schützen-Routinier Wolfgang Steigemann (78) und ergänzt: „Dabei hat man uns zu Beginn belächelt und als Prostata-Liga verspottet.“ Die Schützen zeigen, dass man auch als Ü55- Sportler gut in Schuss sein kann. Was sie antreibt, ist klar. „ Es ist erwiesen, dass der Sportjungerhält, dass er das Herz schützt, dass er den Kreislauf stabilisiert und gute Laune macht“, sagt Hans-Ingo Appenzeller, der Sportkreis-Sprecher. Wichtig für die Vereine ist, den vielen Senioren gute Angebote zu machen. Wie es beispielsweise beim TV Eppingen geschieht. Karl Biederstädt leitet beim TVE seit 2002 die Gruppe „Gesund und fit älter werden“. Jeden Montagabend zwischen 18.30 Uhr und 20 Uhr treffen sich 30 Männer und Frauen im Turnerheim. „Wir sind eine gemischte Gruppe, auch viele Ehepaare sind dabei. Das trägt sicherlich zur Motivation bei“, sagt Biederstädt und betont: „Wir machen kein Hip-Hop. Wir machen Dehnübungen und Gymnastik.“ Ihm selbst tut die Bewegung sichtlich gut. 80 Jahre ist er und kein bisschen greise. Auch der TSV Steinsfurt ist fit. Jeden Dienstag gibt es zwischen 20 Uhr und 21.30 Uhr eine Männergymnastik, in der ehemalige Handballer etwas für ihren Rücken und die Balance tun. „Mal machen wir etwas mit Ringen, mal mit Tennisbällen und Sandsäckchen“, erklärt Alois Barth, der seit 1995 der „Vorturner“ dieser Gruppe ist. Frauen kommen unter der Regie von Jane Brand beim FV Elsenz zusammen, beim TV Sulzfeld toben sich die Montagsmänner aus – in einer Riege, die bereits seit 40 Jahren aktiv ist. „Wir haben einen Altersbereich von 48 und 82 Jahren – das passt trotzdem alles zusammen. Wir sind zusammen alt geworden“, sagt Jürgen Widmann, der TV-Vorsitzende. Dass sich die Alten Herren „stärken“ für die Zukunft, sieht der Vereinschef unter anderem am neu geschaffenen Kraft- und Fitnessraum, den sich der Verein angeschafft hat: „Das hat einiges an Geld gekostet. Aber er wird sehr gut angenommen, auch von anderen Abteilungen.“ Nein, man muss nicht alt aussehen, wenn man in die Jahre kommt. Heinz Janalik, der Präsident des Badischen Sportbundes, brach in einer zwölfminütigen Mutrede eine Lanze für den Seniorensport. „Bewegung, Spiel und Sport schenkt uns zehn Jahre, mindestens“, erklärte der 71-Jährige und betonte: „Auch wenn die Fitnesstauglichkeit des Körpers etwas nachlässt: Hauptsache in der Birne ist die Bereitschaft vorhanden, etwas zu tun, sich zu bewegen.“ Die Vereine im Sportkreis Sinsheim spornte er an, sich weiter für die Senioren einzusetzen.

 



Sinsheim ehrte erfolgreiche Sportler

Sie sind deutsche oder Landesmeister, bei Weltmeisterschaften weit gekommen, regelmäßige Abräumer oder einfach nur Leute, die sich selbst etwas sportlich beweisen wollen. Beim Neujahrsempfang zeichnet die Stadt Sinsheim traditionell seine Meister aus. Viele von ihnen sind Dauergäste der Veranstaltung, etwa die Kampfsportler in Karsten Krügers „Dragon Sport“. Krüger selbst konnte nicht. Vereinsmitglieder nahmen seine Urkunde für zahlreiche deutsche Meister- und Vizemeistertitel in einer Vielzahl unterschiedlicher Kampfsportdisziplinen entgegen. Auch die „Dragon Sportler“ Bernd Himmelmann und Ronja Hohlweck brachten die deutschen Meistertitel der „All Fight System Organisation“ mit ihren 421 Startern gleich im Bündel in den Kraichgau zurück. Immer öfter hört man von den Erfolgen der Segelflugpiloten im Flugsportring Kraichgau. Ass Robin Kemter holte die Plätze vier, fünf und 13 bei den „Advanced“-Startern der Segelkunstflug-WM, zeigte sich aber auch bei den deutschen Vereinsmeisterschaften in guter Form. Die Segelkunstflieger Manuel Rupp und Franziska Fuchs holten die Plätze eins und zwei im Einzel beim Vergleichsfliegen der Landesjugend. Fünf Leichtathleten des TV Sinsheim wurden geehrt, darunter Inge Specht: Die W50-Landesmeisterin im Diskuswerfen und Zweite im Kugelstoßen ist seit Jahrzehnten kontinuierlich stark. Weitere geehrte TV-Leichtathleten waren Mehrkämpfer Luis Himmelstein (unter anderem deutscher Fünfkampfmeister M12/13), Lucas Diekmann (unter anderem deutscher Meister im Steinstoßen M 17/18), Peter Toobe (deutscher Senioren-Vizemeister im Ultramarathon) und Werner Broß (unter anderem deutscher Meister im 100-Kilometer-Lauf M75). Schwimmer Sigurd Pathe, der für den TV, aber auch die Neckarsulmer Sport-Union an den Start geht, wurde für eine überaus erfolgreiche Saison ausgezeichnet (unter anderem zwei vierte bei deutschen und vier erste Plätze bei der Landes-Schwimmmeisterschaften der Altersklasse 70plus). Pathes Gattin Claudia wurde für ihr 40. Sportabzeichen geehrt, Bodo Weiss für sein 35. Abzeichen. Und Heinz Edinger, jahrelanger Sportkreis-Aktiver als derjenige, der als Prüfer und Obmann die Abzeichen abnimmt – seit 30 Jahren. Gut aufgelegt zeigte sich Wolfgang Steigemann, auch dank der barrierefreien Sporthalle der Carl-Orff-Schule. Steigemann sitzt im Rollstuhl. Der Sinsheimer Kleinkaliberschütze punktete – wie schon so oft im 100-Meter-Aufgelegtschießen – mit einem ersten und einem zweiten Platz bei den Landesmeisterschaften in der Klasse Senioren C. Steigemann erhielt am Abend außerdem das so genannte Protektorenabzeichen in Silber des Deutschen Schützenbunds. Bei den Mannschaften wurden die Luftpistolenschützen des SV Diana Eschelbach für ihren Aufstieg in die Oberliga des Badischen Sportschützenverbandes geehrt. Nach Spanien führt der größte Erfolg im Jahr 2015 der C-Jugend-Mädchen der Steinsfurter „Phönix“-Handballer: Platz eins beim internationalen Jugendturnier „Copa de Barcelona“. In Antwerpen tanzten Petra Lessmann und Alexander Hick vom Tanzsportclub Rot-Gold auf Platz 14 der Standardtanz-Weltmeisterschaft, wurden Zweite bei der „Deutschen“ in Nürnberg und zum sechsten Mal in Folge Senioren Landesmeister. Aktuell auf Platz neun der Weltrangliste geführt und nach 150 Siegen in der höchsten deutschen Amateurtanzklasse, gab es für das Duo das Turniertanzabzeichen in Gold  mit Brillant des Tanzsportverbands. Für ihren Aufstieg in die Verbandsliga wurden die Volleyballer der Spielgemeinschaft Sinsheim/Waibstadt/Helmstadt ausgezeichnet; die U-19-Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim unter Cheftrainer Julian Nagelsmann für die Vizemeisterschaft 2014/15 in der Fußball-Bundesliga der A-Junioren.



Sportkreiswanderung 2015 nach Daisbach

Wanderung des Sportkreises Sinsheim nach Daisbach
„Wenn Engel reisen …“. Bei frühlingshaften Temperaturen und strahlendem Sonnenschein führte der erweiterte Kreisvorstand und Kreisjugendvorstand sowie die Mitglieder des Sportabzeichenausschusses mit Partnern des Sportkreises Sinsheim eine Herbstwanderung im Waibstadter Stadtteil Daisbach durch. Beim Schützenhaus der Schützengemeinschaft Daisbach begrüßte der stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Sinsheim, Herwig Werschak, die Wanderfreunde. Bei herrlichem Herbstwetter machten die Wanderer einen ausgedehnten morgendlichen Rundgang um und durch das Kraichgaudorf. Roland Schramm aus Daisbach führte die Gruppe durch den Ort zur Schlossruine. Die Wasserburg wurde vermutlich um 1200 erbaut und 1366 erstmals urkundlich erwähnt. In einer beispiellosen Bürgeraktion wurde die einsturzgefährdete Burg in über einhundert Arbeitseinsätzen instand gesetzt. „2015 stand ganz im Zeichen der ersten urkundlichen Erwähnung des Dorfes vor 666 Jahren“, berichtete Roland Schramm. Obwohl kein „echtes“ Jubiläum, waren der Neujahrsumtrunk, das Jubiläumskonzert sowie das Maibaumfest gut besucht und wurde fröhlich gefeiert. Beim Daisbacher Burgfestival zeigte ein Projektchor zur 666-Jahr-Feier vor 400 Besuchern sein breites gesangliches Repertoire. Bei einem Imbiss in einer Waldhütte erläuterte der Winzer Roland Schramm die Geschichte des Daisbacher Weinbaus. Zum Ende des Rundgangs ging es zum Birkenhof. Familie Kaufmann erläuterte bei einem Rundgang durch den Aussiedlerhof, wie moderne Schweinemast heute funktioniert. Bei der gemütlichen Einkehr im Schützenhaus Daisbach dankte Sportkreisvorsitzender Josef Pitz dem Organisator, Herwig Werschak und den Gastgebern Brigitte Sütterlin und Roland Schramm für die Gastfreundschaft.  



3,2 Mio für den Vereinssportstättenbau

Vereine erhalten Zuschüsse des Badischer Sportbundes- Schwerpunkt liegt bei Sanierungen

Der Badische Sportbund Nord hat mit Landesmitteln aus dem Solidarpakt II den Vereinssportstättenbau im vergangenen Jahr mit 3,224 Mio. Euro bezuschusst. Insgesamt wurden 283 Maßnahmen gefördert – so viele wie noch nie. Im vergangenen Jahr lag die Fördersumme bei 2,99 Mio. Euro, das Jahr davor bei 2,62 Mio. Euro. Der Schwerpunkt lag auch wie in den vergangenen Jahren wieder bei den Sanierungen und Instandhaltung der in die Jahre gekommenen Sportanlagen und –räume. Um das gesamte Antragsvolumen komplett bedienen zu können, wären 6,36 Mio. Euro notwendig gewesen. Zur Verteilung stand tatsächlich jedoch nur ca. die Hälfte zur Verfügung. Viele Vereine fallen damit dem Antragsstau zum Opfer, so dass deren Bauvorhaben im Jahr 2015 noch nicht bezuschusst werden können. Vizepräsident des BSB Nord, Bernd Messerschmid: “Wir sehen an der Entwicklung in den letzten Jahren, dass die Tendenz positiv ist. Trotzdem konnten wir fast die Hälfte aller Maßnahmen nicht bewilligen. Wir sind jedoch zuversichtlich und hoffen, dass der Solidarpakt III eine Sonderzahlung bereithält.

Den Artikel zum Thema aus der aktuellen Ausgabe von Sport in BW lesen Sie hier.



Kinder- und Jugendschutz im Verein

Kinderschutz ist oberstes Gebot

Info-Veranstaltung des Sportkreises Sinsheim

Eltern können sicher sein, dass ihre Kinder in den Vereinen und Jugendgruppen gut aufgeho-ben sind. Damit diese Tatsache vollständig richtig ist und es auch so bleibt, muss alles getan werden, um vereinzelte Problemfälle zu bekämpfen. Gute Vereine betreiben künftig noch höheren Aufwand, um dieses Qualitätsmerkmal zu gewährleisten. Aus diesem Grund trafen sich rund 60 Vereinsvertreter des Sportkreises Sinsheim im Kinderzentrum der TSG Hoffenheim. Der Sportkreis Sinsheim konnte für den Informationsabend ein kompetentes Referententeam gewinnen. Bernhard Wieland, stellvertretender Sportkreis-Vorsitzender, begrüßte die Teilnehmer und bedankte sich beim Verein Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar, der den Sportkreis tatkräftig bei der Veranstaltung unterstützt hat. Bemerkenswert ist auch, dass die TSG Hoffenheim den VIP-Raum im Dietmar-Hopp-Stadion zur Verfügung gestellt hat und alle Referenten ehrenamtlich ohne Honorar tätig waren. Tanja Kramper, Kriminalhauptkommissarin im Referat Prävention des Polizeipräsidiums Mannheim und Volker Schuld, Leiter des Kinderschutz-Zentrums in Heidelberg, sprachen über sexualisierte Gewalt und ihre Folgen sowie Prävention vor sexueller Gewalt. Leider macht dieses Thema auch vor Vereinen nicht Halt. Entsprechende Fälle treten zwar nur vereinzelt auf, sind aber umso bedauerlicher. Die Verantwortlichen in den Vereinen haben das Problem erkannt und wollen alles tun, um solche schrecklichen Taten weitestgehend zu verhindern. Die Bildungsreferentin der Badischen Sportjugend, Alexandra Müller, ging auf die  Problematik des Kinderschutzgesetzes aus Vereinsperspektive ein und thematisierte das erweiterte Führungszeugnis. Hierzu gibt es auch einen Handlungsleitfaden gegen sexualisierte Gewalt im Sport unter http://www.dsj.de/handlungsfelder/praevention-intervention/kinderschutz/materialien-der-dsj-des-dosb/. Nach den Vorträgen entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit den Vereinsfunktionären. Katja Weiß vom Jugendamt des Rhein-Neckar-Kreises berichtete über die Rolle und die Vorgehensweise des Jugendamtes in diesem Prozess und konnte einiges zur Klärung von Missverständnissen beitragen. Sie hatte auch Arbeitshilfen rund um das erweiterte Führungszeugnis  für neben- und ehrenamtlich tätige Personen in der Jugendhilfe mitgebracht. Willi Ernst, stellvertretender Sportkreis-Vorsitzender Finanzen und Schriftführer der Kommunalen Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V. bedankte sich bei den Referenten für ihre interessanten Vorträge und ermutigte die Vereinsvertreter, dieses wichtige Thema in ihren Vereinen offensiv zu behandeln. „Unsere Kinder sollen fröhlich und in Sicherheit aufwachsen, hierfür geben sich die Verantwortlichen in den Vereinen größte Mühe“, sagte Ernst. Die Kommunale Kriminalprävention bietet oder vermittelt noch weitere interessante Angebote, die die Vereine nutzen können, zum Beispiel zu den Themen Zivilcourage, Mental- und Kommunikationstraining für Frauen, Handlungskompetenztrainings in Gewaltsituationen und vieles mehr.

 

 

Bernhard Wieland (rechts) und Willi Ernst (3. von links) vom Sportkreis Sinsheim mit den Referenten beim Informationsabend Kinder- und Jugendschutz im Verein.

 



Badischer Sportbund Nord begrüßt Bildungszeitgesetz

Der Badische Sportbund Nord begrüßt das Bildungszeitgesetz, das der Landtag verabschiedet hat. Über das neue Gesetz können sich auch Ehrenamtliche in Sportvereinen freuen. Ab Juli 2015 können sich Arbeitnehmer in Baden-Württemberg für bis zu fünf Tage pro Jahr für eine politische, ehrenamtliche oder berufliche Weiterbildung freistellen lassen. Dies bietet vor allem den vielen Übungsleiter/innen, Trainer/innen und Sportfunktionären die Möglichkeit, sich künftig weiter in ihren vereinssportlichen Bereichen zu qualifizieren. Gerhard Schäfer, Vizepräsident Bildung des Badischen Sportbundes Nord, sieht diese Entwicklung äußert positiv:“ Wir freuen uns, dass das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement, von dem unsere Vereine leben, von der Landesregierung weiter unterstützt und gefördert wird. Durch die vielen Bildungsmaßnahmen, die wir als Verband anbieten, geben wir unseren Vereinen das Rüstzeug für ihre tagtägliche Arbeit. Vom neuen Bildungszeitgesetz profitiert damit nicht nur der Einzelne, sondern auch die gesamte gemeinnützige Sportlandschaft in Baden- Württemberg.“ Noch ist das Bildungszeitgesetz nicht für alle gültig: in der Rechtsverordnung muss nun zeitnah festgelegt werden, für welche Ausbildungsgänge ein Anspruch darauf besteht.

 



Sportlerehrung beim TV Eppingen

„Die erfolgreichen Sportler tragen den Turnverein nach außen“

Der Turnverein Eppingen hat seine erfolgreichsten Sportler im Jahr 2014 für besonders herausragende Leistungen ausgezeichnet. Über 90 Turner, Leichtathleten, Volleyballer und Tischtennisspieler wurden in einer Feierstunde mit anschließendem Stehempfang im Turnerheim geehrt. „Die Sportlerinnen und Sportler, die im Wettkampf ihr Können unter Beweis stellen, tragen den Turnverein nach außen“, freute sich die Vorsitzende des Eppinger Turnvereins, Ute Schäfer-Kern, bei der Begrüßung. Geehrt wurden herausragende Platzierungen auf Gau-, Kreis-, Landes- und Bundesebene. Für erste Platzierungen beim Gau-Kinderturnfest, den Herbst-Einzelwettkämpfen oder dem Gauentscheid des Elsenz-Turngaus konnten die Gerätturnerinnen und Turner Amaryllis Moutafidou-Bakapoulou, Klara Henrich, Emilia Zaiß, Jacqueline Weissgerber, Louisa Zaiß, Idyli Moutafidou-Bakapoulou, Leonie Henrich, Charlotte Scheidel, Lara Böhm, Carmen Gaupp, Lotta Gern, Jana Gomer, Fiona Keller, Luisa Bender, Zoé Schäfer, Emilia Wittmer, Viona Höge, Sarah Hofterheide, Shana Freitas, Erika Mingalev, Alicia Wittmer, Alicia Feist, Meike Jung, Nadine Lang, Ermis Moutafidou-Bakapoulou, Gabriel Oppolzer, Laurenz Oppolzer, Jan Schick, Nicolas Spahr, Moritz Essig, Aaron Keitel und Nils Schick geehrt werden. Bei den Leichtathleten zählen Felix Mairhofer, Magdalena Polster, Andrea Pottiez und Luca Becker schon seit Jahren zu den Aushängeschildern des Eppinger Großvereins. Der Spezialist im Dreisprung Felix Mairhofer wurde Baden-Württembergischer Meister und 10. bei den Deutschen Meisterschaften. Magdalena Polster gehört im Dreisprung ebenfalls zu den besten Athletinnen in Baden-Württemberg. Als badische Hallenmeisterin erreichte sie bei den Süddeutschen Meisterschaften und den Baden-Württembergischen Meisterschaften einen fünften beziehungsweise einen dritten Platz. Als Badischer Vizemeister im Dreisprung kehrte Luca Becker in den Kraichgau zurück. Die Hochspringerin Andrea Pottiez erreichte Platz drei bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Senioren im Hochsprung und jeweils Platz zwei bei den Deutschen Meisterschaften in der Hallen- und Freiluftsaison. Als Turnfestsieger im Volleyball Herren Ü45 kehrten Dietmar Beisel, Karl-Peter Ehehalt, Wolfgang Kächele, Thomas Lang, Klaus Mairhofer, Herbert Schmid und Axel Thomas aus Freiburg zurück. Eine weitere Ehrung ging an die dritte Herrenmannschaft im Tischtennis: Toni Böttcher, Marcel Diewert, Axel Hecker, Markus Kiefer, Andreas Maier, Markus Ströhmann und Florian Walter schafften in der Saison 2013/2014 den Aufstieg in die Kreisklasse B.



Jahresempfang 2015 zur Kooperation Schule und Verein

„Schule und Verein“ lautete das Motto beim Jahresempfang des Sportkreises Sinsheim

Die Empfänge des Sportkreises Sinsheim zum Jahresbeginn fallen durch ihre Vielfalt auf. 2011 ging es um Frauen in den Vereinen, 2012 um die Bestandserhebung und Geschäftsführung. 2013 stand das Deutsche Sportabzeichen im Blickpunkt, 2014 das Ehrenamt. Und 2015 war die Kooperation Schule und Verein an der Reihe. Zum Jahresempfang hatte der Sportkreis Sinsheim am Sonntag, 18. Januar Vertreter der Mitgliedsvereine ins Clubhaus des 1. FC Stebbach eingeladen. Nach der Begrüßung durch den Sportkreisvorsitzenden Josef Pitz blickte Hans-Ingo Appenzeller, Koordinator für Schulen und Vereine im Sportkreis, auf die Anfänge in den 80er Jahren zurück. „Der damalige Kultusminister Gerhard Mayer-Vorfelder hatte die Idee, Vereine mit Schulen zusammenarbeiten zu lassen und sie dabei finanziell zu unterstützen“, erinnerte der Sportkreis-Schriftführer. Mit rund 1800 Modellen und einem Kapital von 500.000 DM wurde gestartet. Auch der Sportkreis Sinsheim war dabei, ja sogar schon davor in der Projektphase, die ab 1981 gelaufen war. Und die Erkenntnisse von drei Sinsheimer Vereinen flossen sogar in die Ausarbeitung des Modells ein, aus dem 1987 die Kooperation Schule & Verein zu einem bundesweiten Vorzeigeobjekt erwachsen sollte. Von knapp 30 Maßnahmen in den 90er Jahren wuchs dann das Interesse auf 58 im Schuljahr 1994/95. 1996/97 waren es schon 85 und um die Jahrtausendwende wurden 101 Anträge aus dem Sportkreis Sinsheim mit jeweils 700 Mark pro Antrag gefördert. Die Kooperation war zum Renner und Vorzeigeobjekt geworden und fand auch in anderen Bundesländern Nachahmung. Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen und die neuen Bundesländer Sachsen und Thüringen zogen bis 1992 nach. Ein Jahr später folgte Berlin, dann Rheinland-Pfalz. Heute haben alle Bundesländer eine derartige Kooperation. „Aktuell“, so Hans-Ingo Appenzeller weiter, „beteiligten sich 39 Vereine mit 91 Maßnahmen; sämtliche Sportarten, wie Schach, Leichtathletik, Volleyball, Fußball, Turnen, Handball oder Tischtennis, sind vertreten.“ Für den Sportkreis Sinsheim, der sich aus Teilgebieten der Landkreise Rhein-Neckar, Heilbronn und Karlsruhe zusammensetzt, heiße dies, Kontakt zu drei Staatlichen Schulämtern zu pflegen. Für Unsicherheiten sorgen allerdings der Wandel in der Schullandschaft, personelle Probleme und rückläufige Fördermittel auch im Sportkreis Sinsheim. Der Präsident des Badischen Sportbundes Nord Heinz Janalik mahnte, die Kooperationen nicht nur auf die sportliche Betätigung selbst zu beschränken. „Sport ist mehr als nur Sieg und Niederlage, sondern Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und seinen Möglichkeiten und .Grenzen; wir müssen dafür sorgen, dass der Kopf nicht nur zum Kopfballspiel benutzt wird“, sagte der BSB-Präsident. Denn „die Konkurrenz sitzt uns im Nacken und ist sogar bereit, es umsonst zu tun“, warnte Janalik mit Blick auf Nebenbuhler aus Kirchen, Sozialverbänden, Theater- und Musikpädagogik und forderte den Sport dazu auf, auch die Sportkultur als wichtige Komponenten mit einzubeziehen. Abschließend stellte Daniel Sautter die Initiative „Sportverein 2020“ vor, die vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auf die mit ihm verbundenen Veränderungen in den Vereinen aufmerksam machen und gemeinsam mit ihnen langfristige Lösungsansätze erarbeiten will.

 

 

Der Vorsitzende des Sportkreises Sinsheim Josef Pitz begrüßte die Vertreter der Mitgliedsvereine zum Jahresempfang im Clubhaus des 1. FC Stebbach.

 

Hans-Ingo Appenzeller, Koordinator für Schulen und Vereine im Sportkreis, blickte auf die auf die Anfänge in den 80er Jahren zurück.

 

Der Präsident des Badischen Sportbundes Nord Heinz Janalik hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für die Kooperation Schule und Verein als ein unverzichtbares Erfolgsmodell und mahnte, die Kooperationen nicht nur auf die sportliche Betätigung selbst zu beschränken.



Versicherungsschutz für Asylbewerber und Flüchtlinge in Sportvereinen sichergestellt

Die drei Sportbünde in Baden-Württemberg (Württembergischer Landessportbund, Badischer Sportbund Freiburg, Badischer Sportbund Nord) haben in Zusammenarbeit mit dem Landessportverband Baden-Württemberg, ARAG-Sportversicherung und der Firma Himmelseher den Versicherungsschutz für Asylbewerber und Flüchtlinge in den Mitgliedsvereinen in Baden- Württemberg durch einen Zusatzvertrag gewährleistet. Die Versicherung ist gültig für alle rund 11.400 Mitgliedsvereine in den Sportbünden.

Es besteht Unfall- und Haftpflichtschutz für Asylbewerber und Flüchtlinge, die an Sportangeboten in unseren Mitgliedsvereinen teilnehmen. Der Versicherungsschutz beginnt mit dem Betreten der Sportstätte zum Zweck der aktiven Teilnahme und endet mit deren Verlassen, spätestens mit Beendigung des Sportangebots. Nicht versichert sind die Asylbewerber und Flüchtlinge als Zuschauer/Besucher von Veranstaltungen.

Damit durch dieses Engagement nicht auch noch zusätzliche finanzielle Belastungen auf die Vereine zukommen, übernehmen die drei Sportbünde die kompletten Kosten für diese Versicherung. Auch die Abwicklung ist unbürokratisch: Die teilnehmenden Personen müssen den Sportbünden nicht gemeldet werden. Die Schadenfälle werden ebenfalls an die zuständigen Versicherungsbüros bei den Sportbünden über den veranstaltenden Verein gemeldet. Dort erhalten die Vereine auch weitere Auskünfte.

Die Sportverbände und Sportvereine in Baden-Württemberg erhalten mit dieser Maßnahme dauerhaft und wirkungsvoll die Möglichkeit, einen Beitrag zur Integration der Asylanten und Flüchtlinge in den organisierten Sport leisten zu können.



Herbstwanderung des Sportkreises Sinsheim in Mühlbach

Auf Einladung des stellvertretenden Vorsitzenden des Sportkreises Sinsheim, Herwig Werschak, führte der erweiterte Kreisvorstand und Kreisjugendvorstand sowie die Mitglieder des Sportabzeichenausschusses mit Partnern des Sportkreises Sinsheim seine Herbstwanderung im Eppinger Stadtteil Mühlbach durch. Treffpunkt war das Vereinsheim des VfL Mühlbach, wo der stellvertretende Vorsitzende des Fußballkreises Sinsheim und ehemalige Vorsitzende des VfL, Michael Diehlmann, die Wanderfreunde begrüßte. Bei herrlichem Herbstwetter und Sonnenschein machten die Wanderer einen ausgedehnten morgendlichen stadtgeschichtlichen Rundgang um und durch das Steinhauerdorf. Mühlbachs Ortsvorsteher Frieder Fundis führte die Gruppe am Steinbruch vorbei zum 24 Meter hohen Kriegerdenkmal, in den Steinbrüchen oberhalb des Ortes 1935 nach einem Entwurf von J. Förster aus Stuttgart errichtet. Weiter ging es durch den Wald am Wasserhochbehälter vorbei in den Ort. Im Vorbeigehen warf die Wandergesellschaft einen Blick in die katholische Kapelle Mariä Schmerzen, 1865 erbaut und 1955/56 vergrößert. Ihr Altar wurde 1927 von Georg Lang aus Oberammergau gefertigt. Neben dem Rathaus und den Kirchen weisen zahlreiche weitere historische Gebäude im Ort schmuckvolle Sandsteinfassaden auf. Bemerkenswert ist insbesondere die aufwändige Sandsteinausführung einfacher Wohn- und Wirtschaftsgebäude, wie die tempelartige Vorderfassade des örtlichen Wasserbehälters. Durch den Sandsteinpfad am Friedhof vorbei führte Frieder Fundis die Wanderer zur Ortmitte. Das Rathaus wurde 1903 im Jugendstil als Rat- und Schulhaus erbaut. Das trutzige Sandsteingebäude beherbergt seit 1998 auch ein Steinhauermuseum. An die Steinhauertradition des Ortes erinnern außerdem mehrere Sandsteinobjekte auf dem Rathausplatz sowie eine historische Kipplore und Steinsägen im benachbarten Park. Bei einem Imbiss im Steinhauermuseum erläuterte Alt-Ortsvorsteher Karl Tagscherer die Geschichte des Mühlbacher Schilfsandsteins, der die Häuser in Mühlbach ab etwa 1830 und damit das Bild der Ortsmitte prägt. „Um 1900 waren etwa 90 Prozent der männlichen erwerbsfähigen Einwohner in den damals 18 Steinbruchbetrieben des Ortes beschäftigt“, berichtete Tagscherer. Heute sind es 30 Mitarbeiter in vier Betrieben. Zum Ende ihres Rundgangs ging es vorbei am Naherholungsgebiet Mühlbacher See. Bei der gemütlichen Einkehr im Vereinsheim des VfL Mühlbach dankte Sportkreisvorsitzender Josef Pitz dem Organisator, Herwig Werschak und den Gastgebern Michael Diehlmann und Ortsvorsteher Frieder Fundis für die Gastfreundschaft.  sb

 

 

Der erweiterte Kreisvorstand und Kreisjugendvorstand sowie die Mitglieder des Sportabzeichenausschusses mit Partnern des Sportkreises Sinsheim führte seine Herbstwanderung im Eppinger Stadtteil Mühlbach durch.

Ortsvorsteher Frieder Fundis und sein Vorgänger Karl Tagscherer erläuterten dem Kreisvorstand des Sportkreises Sinsheim bei der Herbstwanderung im Steinhauerdorf die Geschichte des Mühlbacher Schilfsandstein.

 



Bernd Boppel vom Sportverein Eichelberg erhielt die Ehrennadel in Gold des Badischen Sportbundes

Wie in jedem Jahr ehrt der Badische Sportbund Vereinsfunktionäre, die sich über viele Jahre hinweg besondere Verdienste erworben haben. Deshalb wurden im Kultur- und Tagungszentrum Harres in St. Leon-Rot 29 Sportfunktionäre aus nordbadischen Vereinen und Verbänden mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet – darunter auch Bernd Boppel aus dem Sportkreis Sinsheim. Der Geehrte ist seit über 20 Jahren in leitender Funktion beim Sportverein 1946 Eichelberg aktiv und führt seit 2006 als erster Vorsitzender den Verein mit 360 Mitgliedern in den Abteilungen Fußball, Tischtennis, Turnen und Fitness.

Allen Geehrten sprach BSB-Präsident Heinz Janalik höchsten Dank und größte Wertschätzung für die jahrelange ehrenamtliche Arbeit aus: „Sie haben über viele Jahre hinweg in unterschiedlichen Funktionen Ihr Sachwissen, Ihre Kraft und Energie, Ihre Beharrlichkeit und Kompetenz, Ihre Führungsqualität und Ihren Einfallsreichtum, Ihre Verlässlichkeit, Ihre Seriosität und Ehrlichkeit zum Geschenk gemacht – dem Verein und unzähligen Menschen jegli chen Alters“, lobte Janalik. Dass die vielfältigen Aufgaben, die tagtäglich in einem Verein anfallen, weder mit links noch von heute auf morgen erledigt werden können, weiß natürlich auch der Vorsitzende des Sportkreises Sinsheim, Josef Pitz. „Ehrenamt ist im wahrsten Sinn des Worts unbezahlbar, unverzichtbar und die sinnvollste Kapitalanlage einer Gesellschaft mit höchster Verzinsung“, sagte Pitz.

Geehrt wurden diejenigen Ehrenamtlichen, die von ihrem Fachverband oder Verein aufgrund ihrer jahrelangen Tätigkeit vorgeschlagen wurden. Janalik verlieh den Geehrten die Goldene Ehrennadel sowie eine Urkunde. Insgesamt hat der Badische Sportbund bisher fast 1.000 Eh renamtlichen eine Auszeichnung verliehen. Eine stattliche Zahl, die das außergewöhnliche Engagement der Menschen in Nordbaden unterstreicht. Nach der Verleihung der Auszeichnungen lud der BSB zum gemeinsamen Abendessen ein und man ließ den Abend mit musikalischer Untermalung ausklingen.

 

Von rechts: BSB-Präsident Heinz Janalik, Sportkreis-Vorsitzender Josef Pitz, Bernd Boppel vom SV Eichelberg und Gebhard Schnurr, Vorsitzender des Ehrungsausschusses

 

 



Sportkreis Sinsheim ist online

 

Der Sportkreis Sinsheim ist online

Endlich ist es soweit. „Auch unser Sportkreis reiht sich in die Internetauftritte der Sportkreise des Badischen Sportbundes Nord ein“, so der Sportkreisvorsitzende Josef Pitz. „Unser Ziel ist es, den Internetauftritt mit zahlreichen Informationen für die Vereine und Fachverbände zu versehen und auch der am Sport interessierten Bevölkerung einen Einblick in die Aufgaben der verbandlichen Sportorganisation anzubieten“. Zusammen mit den Administratoren Sönke Brenner (Pressewart des Sportkreises), Katrin Herzog (Vorsitzende Sportkreisjugend und Frauenbeauftragte) und Willi Ernst (stellvertretender Sportkreisvorsitzender Finanzen) entstanden die Seiten, die einen informativen Überblick über den Sportkreis Sinsheim geben. In mühevoller Arbeit haben sich die drei Sportkreis-Webmaster viel freie Zeit genommen, um die Vorgaben des gemeinsam entwickelten Inhaltsverzeichnisses umzusetzen. „Wir wollten eine auf die Zukunft ausgerichtete Homepage, die für uns Ehrenamtliche im Sportkreis Erleichterung und Möglichkeit der Arbeitsteilung zugleich ist. Mit den Möglichkeiten des Content Management Systems – das heißt, Einzelne können bestimmte Bereiche pflegen und verantworten, haben wir das voll erreicht“, sagt Pressewart Sönke Brenner. „Der Aufbau ist gut durchdacht und die Inhalte können sich sehen lassen, sind tagesaktuell und sehr umfassend. Es lohnt sich immer wieder mal auf die Homepage des Sportkreises Sinsheim zu gehen“, fügt Josef Pitz hinzu und führt weiter aus: “Auch für unsere Mitarbeiter lag in der Zusammenarbeit ein ganz besonderer Reiz und es hat einfach Spaß gemacht.“ Im Sportkreis Sinsheim gibt es 193 Vereine mit rund 55.000 Mitgliedern. Da sich der organisierte Sport nicht der Kreis- und Gemeindereform in den 1970er Jahren anschloss, repräsentiert der Sportkreis Sinsheim die Vereine im ehemaligen Landkreis Sinsheim, die heute den Landkreisen Karlsruhe, Heilbronn und dem Rhein-Neckar-Kreis angehören. Unter der Rubrik „Vereinsservice“ auf der ersten Seite finden sich wichtige Termine, u.a. zur Antragsstellung für diverse Zuschüsse und Hinweise auf Veranstaltungen des Sportkreises und des Badischen Sportbundes Nord. Alle Neuerungen des Sports, der Sportpolitik, aber auch alle Formulare für Förderanträge und Ehrungen sind auf den Seiten des Sportkreises und des Badischen Sportbundes Nord zu finden. Weitere Seiten informieren über die Sportkreisjugend, das Deutsche Sportabzeichen und die Wahl zum Sportler des Jahres sowie den Jahresempfang des Sportkreises. „Ziel ist es, alle Vereine des Sportkreises nach den Herkunftskommunen gegliedert, mit den jeweiligen Ansprechpartnern versehen und mit deren Internetseiten verlinkt in der Homepage aufzuführen“, geben die drei Administratoren das weitere Vorgehen vor. „Wir haben jetzt einen Anfang gemacht! Die Homepage ist ausdrücklich als dynamisches Medium angelegt“, so Josef Pitz. Das Büro des Sportkreises befindet sich in Sinsheim, Werderstraße 1, Telefon 07261/ 13720. Über info@sportkreis-sinsheim.de bittet der Sportkreis Sinsheim um Mitteilungen und Anregungen und steht für Hilfe und Auskünfte gerne zur Verfügung.



Jahresempfang 2014

Ehrenamt im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs des Sportkreises Sinsheim 

BSB-Präsident Heinz Janalik als Hauptredner

Nachdem letztes Jahr das DSB-Sportabzeichen im Mittelpunkt des Neujahrsempfanges des Sportkreises Sinsheim stand, hatte man dieses Jahr das Thema Ehrenamt gewählt. Hierzu hatte der Vorsitzende des Sportkreises, Josef Pitz, junge Vorsitzende der Vereine im Sportkreis eingeladen. „Dies soll eine Anerkennung sein für Ihre Bereitschaft, Verantwortung in den Vereinen zu übernehmen“, sagte Pitz. Neben seinen Vorstandsmitgliedern konnte der Vorsitzende im Clubheim des gastgebenden TSV Eichtersheim auch den Präsidenten des Badischen-Sportbundes Nord, Heinz Janalik, begrüßen. Wie gewohnt übernahm das Tandem Roland Dworschak und Hans-Ingo Appenzeller die Moderation der Veranstaltung. Geprägt war der Jahresempfang von Heinz Janaliks Vortrag zum Thema Ehrenamt: „Ihnen als ehrenamtlich tätige Persönlichkeiten gehört unsere ganze Aufmerksamkeit, denn Sie gestalten und sichern die Zukunft unserer Vereine und wir als BSB und Sportkreis wollen Sie dabei unterstützen“, lobte der BSB-Präsident den Rahmen dieser Veranstaltung. In seinen Ausführungen spannte er den Bogen von der Bedeutung und Motivation für das Ehrenamt über nachdenkenswerte Aspekte bis hin zur Zukunft der Vereine. „Gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen mit zu gestalten, etwas bewirken wollen, etwas der Gesellschaft zurückgeben, das sind neben sozialen Aspekten Beweggründe, ein Ehrenamt zu übernehmen“, führte Janalik aus. Ehrenamt sei Berufung und ein unverzichtbares Element unseres gesellschaftlichen Lebens. Auch in den Neujahrsansprachen hätten die Politiker das „hohe Lied“ auf das Ehrenamt gesungen. „Es wäre wünschenswert, wenn die hohe Wertzuweisung des gesprochenen Wortes auch ihren Niederschlag in der alltäglichen Praxis fände“, sagte der Redner. Zwei Millionen Bürger sind in Deutschland ehrenamtlich für das Gemeinwohl tätig und erbringen durch ihre professionelle Arbeit eine Wertschöpfung von 6,7 Milliarden Euro pro Jahr als Entlastung für den Staat. In Baden-Württemberg üben 40 % der Bürger in unterschiedlichen Bereichen ein Ehrenamt aus. Kritische Anmerkung machte Janalik zu den Veränderungen des gesellschaftlichen Umfeldes und über mögliche Auswirkung auf die Vereine. Globalisierung und Kommerzialisierung machten den Einfluss des Einzelnen immer geringer und erzeugten Resignation. Wertewandel und Dienstleistungsmentalität seien weiter neue Herausforderungen, auf die sich die Vereine einstellen müssten. Heinz Janalik: „Kommerz vernichtet Herz.“ Ehrenamt in der Krise? Davon will der BSB-Präsident nichts wissen: „Wir müssen uns auf die veränderten Rahmenbedingungen einstellen. Eine Diskussion zu dem Thema ist aber immer hilfreich. Ab 55 Jahren ist sogar eine steigende Bereitschaft zu verzeichnen, ein Ehrenamt zu übernehmen,.“ Aufteilung der Aufgaben und Verantwortung auf mehreren Schultern, Ehrenamt auf Zeit, Nutzendarstellung des Ehrenamtes empfahl Janalik den Vereinsfunktionären. Nach der offenen und sehr emotionalen Rede des BSB-Präsidenten stellten sich die im vergangenen Jahr neu gewählten Vorstandsmitglieder des Sportkreises den Vereinsvertretern vor und gaben einen kurzen Überblick zu ihrem Aufgabenbereich. Das Jahr 2014 steht für den Sportkreisvorsitzenden Josef Pitz im Zeichen der Mitgliedersicherung und Werbung neuer Mitglieder: „Wir haben festgestellt, dass in vielen Vereinen ein Rückgang der Mitglieder zu verzeichnen ist. Hier wollen wir gemeinsam mit den Vereinen Empfehlungen erarbeiten, wie wir alte Mitglieder halten und neue Mitglieder gewinnen können. Information und Öffentlichkeitsarbeit sind hier wichtige Bausteine“. Mit einer neuen Homepage, die in Kürze aktiv geschaltet wird, steht dann 2014 auch eine moderne Plattform zur schnellen Kommunikation und Information zwischen den Vereinen und dem Sportkreis zur Verfügung.



Spendenaktion: Kickschuhe für Sri Lanka

Erfolgreiche Spendenaktion für Fußballer in Sri Lanka

Sportkreis und Fußballkreis Sinsheim überreichen Kickschuhe an Landrat Dallinger

Ein kleiner Spendenaufruf des Landrats des Rhein-Neckar-Kreises, Stefan Dallinger, beim Fußballkreis Sinsheim trat eine ganze Welle der Hilfsbereitschaft los. „Aus meiner Schwetzinger Zeit habe ich noch immer Kontakte zu einem Waisenhaus in Matara in Sri Lanka, das nach dem verheerenden Tsunami vor zehn Jahren mit Hilfe von Privatinitiativen und mit erheblichen Spenden aus Deutschland gebaut wurde", berichtet der Landrat. Die Menschen dort spielen leidenschaftlich gerne Fußball. Weil sich in Sri Lanka die meisten Familien für ihre Kinder keine Fußballschuhe leisten können, hat Landrat Dallinger die Spendenaktion „Gebrauchte Fußballschuhe für Matara" ins Leben gerufen. Der Vorsitzende des Fußballkreises Sinsheim, Herwig Werschak, und der Vorsitzende des Sportkreises Sinsheim, Josef Pitz, überreichten anlässlich des Fests des Sports des Rhein-Neckar-Kreises im Schlosspark Angelbachtal die ersten Kickstiefel an Landrat Dallinger.

Über 100 Paar neue und gebrauchte, aber gut erhaltene Fußballschuhe von den kleinsten Größen bis Schuhgröße 43 hat der Fußballkreis gesammelt. „Dank diesem ehrenamtlichen Engagement können wir örtliche Fußballvereine unterstützen und die Schuhe vor Ort an bedürftige Kinder verteilen", freute sich Landrat Dallinger bei der Übergabe. Auch Herwig Werschak ist begeistert: "Es ist großartig, dass sich so viele Menschen von ihren Schuhen getrennt haben, um mittellosen Kindern Sport zu ermöglichen." Neben der TSG Hoffenheim haben auch Vereine außerhalb des Rhein-Neckar-Kreises, die zum Sportkreis Sinsheim gehören, Schuhe gespendet. Fußballschuhe für Matara - eine Aktion, die sich mehr als gelohnt hat. Ein großes Dankeschön geht an alle, die diese Aktion unterstützt haben.

von rechts: Landrat Stefan Dallinger, Sportkreisvorsitzender Josef Pitz, Fußballkreis-Vorsitzender Herwig Werschak und der Vorsitzende des Sportkreises Mannheim Michael Scheidel bei der Übergabe der Fußballstiefel.



Jahresempfang 2013

 

Jahresempfang im Zeichen des Sportabzeichens

2013 wird das Deutsche Sportabzeichen 100 Jahre alt. Für den Sportkreis Sinsheim eine gute Gelegenheit, sich dem Thema beim Neujahrsempfang zu widmen. Jedes Mal steht der Jahresempfang unter einem anderen Motto und jedes Mal sind andere Vereinsvertreter anwesend. „Vor drei Jahren hatten wir langjährige Trainerinnen im Frauenbereich geladen, 2011 waren Vereins- und Geschäftsführer unsere Gäste und im vergangenen Jahr lud die Sportkreisjugend zu einer Disco für Jugendleiter“, sagte der Sportkreis-Vorsitzende Josef Pitz. Im Themenjahr 100 Jahre Sportabzeichen hatten die Verantwortlichen am 20. Januar Experten eingeladen, die sich mit der Materie bestens auskennen: langjährige Prüfer, die in den Stützpunkten das Sportabzeichen abnehmen und alte Hasen, für die der Erwerb des Sportabzeichens reine Routine ist. Das Turnerheim des Tunvereins Eppingen ist genau der richtige Ort für diese Veranstaltung", sagte Sportkreis-Schriftführer Hans-Ingo Appenzeller. Zusammen mit Edith Kobold, der Vorsitzenden des gastgebenden TV Eppingen, und zusammen mit den Eppinger Sportabzeichen-Größen Adalbert Barth und Karl E. Hecker blickte Appenzeller in den Rückspiegel der Geschichte. Er erinnerte an die Anfänge des Sportabzeichens, das früher gerne als "Gesundheitsorden" und als "Auszeichnung für vielfältige Leistungen auf dem Gebiet der Leibesübungen" bezeichnet wurde. Und er verwies auf den Eppinger Hermann Bachmann. Bachmann war der erste Deutsche überhaupt, der das Sportabzeichen in Gold erhielt. Am 2. September 1913 war das, vor 100 Jahren. "In Sachen Sportabzeichen waren wir also Vorreiter", erklärte Barth.

Wer damals in Eppingen das Sportabzeichen absolvieren wollte, hatte mit widrigen Bedingungen zu kämpfen. Es fehlte an der Infrastruktur. Schwimmen über 300 Meter? Das war im Planschbecken "Badhäusle" im Gewann "Fläschle" nicht möglich. So wurde 1921 die Schwimmprüfung in den Elsenzer See verlegt. Auf dem Heuwagen des Landwirts Andreas Dieffenbacher, so berichten die Chronisten, fuhren 25 Sportabzeichen-Teilnehmer nach Elsenz, wo sie sich ins kühle Nass stürzten − mit mäßigem Erfolg: "Von den 25 waren nur sieben Schwimmer dabei, und nur drei haben die Prüfung geschafft. Der Rest waren Rabauken", sagt Adalbert Barth.

Besonders häufig bei den Sportabzeichen-Prüfungen ist Karl E. Hecker aus Eppingen zu sehen. Der 75-Jährige ist im Sportkreis Sinsheim der Rekordhalter – und das ganz ohne Training. 55 Mal hat er das Sportabzeichen absolviert und ein Ende ist nicht in Sicht. "Mein nächstes Ziel ist die 60", ließ Hecker wissen.

Dass das gute, alte Sportabzeichen Zukunft hat, davon ist man im Sportkreis Sinsheim überzeugt − auch wenn die Zahlen leicht rückläufig sind. Im vergangenen Jahr wurden im Kreis rund 2 100 Sportabzeichen absolviert, zu Spitzenzeiten waren es 3 600. "Das Sportabzeichen ist fit", sagt Heinz Edinger, der Sportabzeichen-Obmann des Sportkreises und verweist auf die Neuerungen, die 2013 in Kraft getreten sind. Es gibt andere Strukturen in der Altersklassen-Einteilung und ein modifiziertes Bewertungssystem. Bronze, Silber und Gold werden nicht mehr nach Häufigkeit an Teilnahmen, sondern streng nach Leistung verteilt. "Das stachelt natürlich den Ehrgeiz an", so Edinger. „Wir unterstützen aus eigener Tasche den Schulwettbewerb oder andere Sportabzeichen-Wettbewerbe“, sagte der Sportkreisvorsitzende Josef Pitz. „Den finanziellen Aufwand dafür nehmen wir gerne in Kauf, denn nicht umsonst wird das Sportabzeichen auch Gesundheitsorden genannt.“ Zurück geht es auf Carl Diem, der während der Olympischen Spiele in Stockholm das Schwedische Sportabzeichen kennen lernte und ganz genau hinschaute. Im November 1912 wurde es nach seinem Vorschlag von der Hauptversammlung des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen (DRA) genehmigt unter dem Namen „Auszeichnung für vielfältige Leistung auf dem Gebiet der Leibesübungen“. Nach einem Einspruch der Turner wurde es aber erst Anfang 1913 eingeführt. Zunächst konnten es nur Männer erwerben. 1921 bekam es dann den Namen Deutsches Turn- und Sportabzeichen und konnte nun auch von Frauen erworben werden.

 

Edith Kobold, Vorsitzende des gastgebenden TV Eppingen, begrüßte die Teilnehmer im Turnerheim.

Sportkreis-Schriftführer Hans-Ingo Appenzeller im Dialog mit dem langjährigen Sportabzeichen-Obmann aus Eppingen, Adalbert Barth.

Besonders häufig bei den Sportabzeichen-Prüfungen ist Karl E. Hecker aus Eppingen zu sehen. Der 75-Jährige ist im Sportkreis Sinsheim der Rekordhalter – und das ganz ohne Training. 55 Mal hat er das Sportabzeichen absolviert.



Jahresempfang 2012


Jahresempfang 2011

Jahresempfang am 19.12.2010 in Reihen

Eines muss man dem Sportkreis Sinsheim lassen: Er ist seiner Zeit voraus. Das neue Jahr beginnt zwar erst in zwölf Tagen, dennoch brachte der Sportkreis seinen Neujahrsempfang 2011 schon gestern über die Bühne. Aus aktuellem Anlass hatten die Verantwortlichen das Treffen vorverlegt, weshalb der Empfang im Clubhaus des SV Reihen offiziell nicht Neujahrsempfang, sondern schlicht "Jahresempfang" hieß.

Dass es der zweite Jahresempfang innerhalb eines Jahres war, damit konnten die Macher gut leben. "Wir haben gezeigt, dass wir reagieren können, wenn es sein muss", sagte Schriftführer Hans-Ingo Appenzeller und verwies auf die besonderen Begleitumstände. Erstmals ist der Stichtag für die Bestandserhebung des Badischen Sportbunds (BSB) der 1. Januar. Derzeit sind die meisten Clubs mit dem Ausfüllen der Formulare beschäftigt, was immer wieder eine Menge an Fragen, Unsicherheiten und Problemen nach sich zieht. "Deshalb ist es hilfreich, wenn die Vereine rechtzeitig die Informationen aus erster Hand bekommen − und nicht, wenn es zu spät ist", erklärte Appenzeller.

Disziplin

Von den 192 Vereinen, die im Sportkreis Sinsheim aktiv sind, waren rund 45 eingeladen worden. Etliche waren gekommen, um dem Referenten, Wolfgang Eitel, zuzuhören. Der Geschäftsführer des BSB, der den Sonntag gerne "seinen Sporttag" nennt, strampelte sich dieses Mal nicht im Fitnessstudio ab, sondern bewies als Redner Kondition und Stehvermögen. In seinem halbstündigen Vortrag mahnte er die Vereine in Sachen Bestandserhebung an Pünktlichkeit und Gründlichkeit. "Die Bestandserhebung ist extrem wichtig. Daraus leitet sich alles ab, auch das Finanzielle", erklärte Eitel und meinte: "Die Bestandserhebung ist für uns das, was für den Staat die Steuererklärung ist."

Von den drei Sportbünden in Baden-Württemberg ist der BSB der kleinste − und mitgliederschwächste. Ein Wettbewerbsnachteil. Wer wie viel Geld aus dem Topf der Fördermittel schöpfen darf, hängt davon ab, wie viele Mitglieder einem Verband angehören. Umso wichtiger sei es, bei der statistischen Erfassung der Mitglieder nicht nach "unten abzurunden". "Unsere Währung sind die Mitglieder. Wenn ein Mitglied nicht gemeldet wird, sind das zwei Jahre lang zehn Euro weniger. Bei 100 Mitgliedern sind es dann 1000 Euro", rechnete Eitel vor.

Am 31. Januar ist die Abgabefrist für die Bestandserhebung zu Ende. Wer den Termin verstreichen lässt, erhält ein "freundliches Erinnerungsschreiben", wie es Eitel nennt. Wer dann immer noch nicht reagiert und seine Beiträge nicht bezahlt, wird ermahnt − im schlimmsten Fall wird ein Ausschlussverfahren eingeleitet. Im BSB erwischt es durchschnittlich fünf bis zehn Vereine pro Jahr. Auffallend ist: "Vor allem Fußballvereine, auch renommierte, brauchen hin und wieder eine Ermahnung", sagte Eitel.

Schwerpunkt

Ballungsraum im Badischen Sportbund ist der nördlichste Zipfel. In Weinheim − keinen Torwartabschlag von einander entfernt − sind die beiden mitgliederstärksten Vereine zu Hause. Mit rund 8000 Mitgliedern ist der AC Weinheim der stärkste Club, gefolgt von der TSG Weinheim mit knapp 7000. Platz drei belegt der SSC Karlsruhe, erst auf Platz fünf und sechs kommen die Fußballgrößen KSC und 1899 Hoffenheim. Wobei Hoffenheim − mit nunmehr 5514 Mitgliedern − regelrecht boomt und auf dem Vormarsch ist

"Ich hoffe, dass Hoffenheim weiter auf dem Sprung ist", sagte Eitel. Wer gehört zu wem? Was tun, wenn sich im Fußballverein eine Wander- oder Schauspielgruppe gründet? Der BSB-Geschäftsführer wusste auf alles eine Antwort und gab Tipps. Die Vereinsvertreter jedenfalls waren dankbar für die Ausführungen (siehe Hintergrund).

Wann der nächste Jahresempfang beim Sportkreis Sinsheim stattfindet? Hans-Ingo Appenzeller antwortete schnell: "Es wird wohl 2012 sein." Und damit ein richtiger Neujahrsempfang.



Sportkreistag 2013 in Epfenbach

 

Sportkreistag Sinsheim: Josef Pitz einstimmig wiedergewählt

Josef Pitz steht weiter den 55.176 Sportlern vor, die in den 193 Vereinen innerhalb des Sportkreises Sinsheim organisiert sind. Die Vereins-Delegierten bestätigten den Angelbachtaler beim Sportkreistag am 11. März in der Sport- und Kulturhalle Epfenbach einstimmig im Amt des Sportkreis-Vorsitzenden. Nach der Wiederwahl geht der seit 1998 amtierende Sportkreisvorsitzende in seine nächste Amtszeit. Dass Pitz das Vertrauen der Vereine genießt, verwundert nicht. „Wir schätzen ihn als verlässlichen Vorsitzenden, der leidenschaftlich argumentiert und mit Argusaugen darüber wacht, dass die Pflege und Unterstützung der Sportkreise und Vereine die zentrale Perspektive bleibt", erklärte der Präsident des Badischen Sportbundes Nord (BSB) Heinz Janalik. Auch seinen drei Stellvertretern, Roland Dworschak (TV Eschelbronn), Bernhard Wieland (VfB Epfenbach) und Herwig Werschak (TSV Eichtersheim), sprachen die Vereinsvertreter ihr Vertrauen aus. Eine Wachablösung vollzog sich beim Amt des Kassiers. Nach 45 Jahren übergab Erich Maier (TV Sinsheim) die Verantwortung für die Finanzen an Willi Ernst (SG Waibstadt). BSB-Präsident Heinz Janalik überreichte dem Scheidenden die goldene Verbandsehrennadel. Er würdigte Maiers Korrektheit und sein leidenschaftliches Engagement. „Erich Maier hat Werte wie Mitmenschlichkeit, Verantwortungsgefühl und innere Disziplin praktiziert", sagte Janalik. Der Geehrte dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und verwies auf viele Freundschaften und Sympathien, die im Laufe der Jahrzehnte entstanden. Josef Pitz lobte Maiers Fachkompetenz, seine Erfahrung und taktisch kluge Arbeit.

Die neu gewählte Frauenbeauftragte Katrin Herzog (Reitverein Hilsbach) leitet gleichzeitig auch die Sportkreisjugend. Mit einem eigenen Frauenbeirat soll die Arbeit der Frauen mehr Bedeutung erfahren, denn 36 Prozent der Vereinsmitglieder sind weiblich. „Aber Führungsaufgaben nehmen Frauen nur selten wahr", monierte auch Heinz Janalik. Zum festen Bestandteil der Sportkreisarbeit zählt auch der Ehrungsabend „Sportler des Jahres", der 2012 in Neckarbischofsheim seine 13. Auflage erfuhr. Dieser hat sich in den zurückliegenden Jahren, so Pitz, zu einer bedeutenden Sport-Gala für die herausragenden Sportler, die Politik und Gesellschaft entwickelt. Ganz im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums des Deutschen Sportabzeichens stand der Jahresempfang im Januar in Eppingen. Sportlich gesehen gibt es im Kreis drei Bundesligisten: 1899 Hoffenheim (Fußball), SV Sinsheim (Volleyball) und SC Eppingen (Schach). „Wir sind stolz auf unseren Europameister (Rollkunstläufer Philipp Mähner vom RRV Eppingen) und haben sogar einen Weltmeister (Faustballer Marco Schäfer vom TV Waibstadt)", betonte Pitz. Ruderin Carina Bär aus Babstadt sei die erste Medaillengewinnerin bei Olympischen Spielen seit Bestehen des Sportkreises. Rückläufig sind dagegen die Zahlen bei den Sportabzeichen. 2012 wurden lediglich rund 2.100 Sportabzeichen absolviert, was einen Rückgang von 20 Prozent bedeutet. Vor allem in den Schulen hat das Sportabzeichen an Attraktivität verloren.

Seit dem letzten Sportkreistag 2010 hat ist der Sportkreis Sinsheim geringfügig um 1.292 Mitglieder angewachsen. Dieses Plus ist fast uneingeschränkt der TSG 1899 Hoffenheim zuzuschreiben, die sich mit 5.596 Mitgliedern zum mit Abstand größten Sportverein entwickelt hat. Neben den jahrzehntelangen Führungstrio TV Bad Rappenau (1823), TV Eppingen (1688) und TV Sinsheim (1315) haben mit dem TV Sulzfeld (1197) und TV Waibstadt (1121) zwei weitere Mehrspartenvereine die 1000-Mitglieder-Schwelle überschritten. Als besonderes Alleinstellungsmerkmal erstreckt sich der Sportkreis Sinsheim auf drei politische Landkreise.

Vor den Neuwahlen übermittelten neben BSB-Präsident Heinz Janalik auch die stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Epfenbach, Sabine Reißig und der Vorsitzende des ausrichtenden VfB Epfenbach, Marco Strebel Grußworte. Peter Mayer, Fachreferent beim Badischen Sportbund stellte in einem aussagekräftigen Referat die BSB-Vereinsmanager-Ausbildung vor. Der Musikverein Epfenbach hatte den Sportkreistag musikalisch eröffnet.

 

Die neugewählte Vorstandschaft des Sportkreises Sinsheim beim Sportkreistag in Epfenbach (von links): Kassenprüfer Friedhelm Huber (FC Weiler), Kassenprüfer Olaf Hautzinger (TB Richen), Kassier Willi Ernst (SG Waibstadt), stellvertretender Vorsitzender und Vertreter der Fachverbände Herwig Werschak (TSV Eichtersheim), Vorsitzender Josef Pitz (TTF Angelbachtal), Frauenvertreterin Katrin Herzog (Reiterverein Hilsbach), stellvertretender Vorsitzender Roland Dworschak (TV Eschelbronn), Pressewart Sönke Brenner (TB Richen), stellvertretender Vorsitzender Bernhard Wieland (VfB Epfenbach) und Schriftführer Hans-Ingo Appenzeller (TSV Steinsfurt).

 

 

 

 

In seine nächste Amtszeit geht der seit 1998 amtierende Sportkreisvorsitzende Josef Pitz.

 

 

BSB-Präsident Heinz Janalik (links) überreichte dem scheidenden Kassier Erich Maier die goldene Verbandsehrennadel des Badischen Sportbundes.

 

 

 

 

109 der 193 Vereine im Sportkreis Sinsheim waren beim Sportkreistag in Epfenbach vertreten.



70. Geburtstag des Sportkreisvorsitzenden Josef Pitz

Josef Pitz wird 70 Jahre / Sportkreisvorsitzender versteht sein Handwerk

Als gelernter Werkzeugmacher trifft er den Nagel auf den Kopf - auch in seinen Einschätzungen, was den Sport betrifft: Josef Pitz, Vorsitzender des Sportkreises und des Tischtennis-Kreises Sinsheim und Präsidiumsmitglied des Badischen Sportbundes, feiert am 7. Juni seinen 70. Geburtstag. Den Multifunktionär zu einem Gespräch oder einem Sitzungstermin zu bekommen, ist äußerst schwierig. Er ist kein Mann großer Reden, sondern einer, der seine Entscheidungen nach rationalen Gesichtspunkten und keineswegs langen Analysen trifft. Er hört auf seine Mitstreiter, ist aber auf der anderen Seite auch in der Lage, seine Ansichten klar und deutlich vorzutragen und einzuhalten. Er ist in der Lage zuzuhören, aber auch bestimmend zu reagieren. Kein Wunder, wenn diese Person in vielen Bereichen eine exponierte Stellung einnimmt. 2007 verlieh ihm der damalige Ministerpräsident Günther H. Oettinger das Bundesverdienstkreuz. Der Badische Sportbund und der Sportkreis Sinsheim gratulieren dem Jubilar mit den besten Wünschen.

Josef Pitz wurde am 7. Juni 1942 in Nagykovaci in Ungarn geboren, machte als Kleinkind die Vertreibung und die Neuansiedlung in Michelfeld mit. Hier engagierte er sich lange Jahre als Gemeinderat, als Elternvertreter und im Sport. Genauso eifrig frönt er zusammen mit seiner Ehefrau Helene dem Tanzsport. Ausgleich für Beruf und Sport bereitet ihm die Familie. Drei Kinder gingen aus der Ehe hervor. Die drei Enkelkinder sind sein ganzer Stolz.

Im Beruf ist der gelernte Werkzeugmacher schon längst nicht mehr an der Werkbank zu finden. 48 Jahre arbeitete der Jubilar bei der Heidelberger Druckmaschinen AG. Seine berufliche Karriere katapultierte ihn vom einfachen Werkzeugmacherlehrling zum Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats und stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzender, wo er die Geschicke der Betriebsangehörigen eines der Vorzeigeunternehmen der Region mitbestimmte.

Seit 1957 spielt er aktiv Tischtennis und nach wie vor gehört dem kleinen Zelluloidball seine Vorliebe - als aktiver Spieler wie als Funktionär. Im Jahre 1986 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des Sportkreises Sinsheim gewählt, seit 1998 führt er den Sportkreis Sinsheim als Vorsitzender und gehört in dieser Eigenschaft dem Präsidium des Badischen Sportbundes an. Bei seinem Stammverein, den TTF Eschelbach-Angelbachtal, füllte er schon fast alle Tätigkeiten aus. Von 1973 bis 1980 als Sportwart und seit 1980 unterstützt er mit Rat und Tat in allen Angelegenheiten den Verein. Auch heute noch zählt er zu den Stützen seines Teams und lässt trotz der vielen Sitzungstermine fast kein Punktspiel aus. Seit 1972 steht Josef Pitz im Tischtenniskreis Sinsheim in Verantwortung. Von 1980 bis 1982 als Rechtsausschussvorsitzender und seit 1982 als Kreisvorsitzender. Zudem ist er im Badischen Tischtennisverband seit 1992 als Vorsitzender des Landesschiedsgerichtes gefragt. Zuvor war er von 1988 bis 1992 Beisitzer in diesem Gremium. Ferner ist Josef Pitz seit 1997 ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht und seit 2003 am Landesarbeitsgericht Mannheim. Im Jahre 1988 wurde er vom Badischen Tischtennisverband mit der silbernen Ehrennadel und 1995 mit der goldenen Ehrennadel für seine Verdienste ausgezeichnet. Nach seinem Lebensmotto gefragt, zitiert der Jubilar Albert Schweitzer: „Über alles Geistige und Intellektuelle, über Philosophie und Theologie erhaben ist die Hilfsbereitschaft von Mensch zu Mensch, die Aufgabe, Bruder zu sein."

 



Sportkreiswanderung 2012 nach Eichelberg

Wanderung des Sportkreises Sinsheim nach Eichelberg

„Herbstzeit-Wanderzeit“, so hatte der stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Sinsheim, Herwig Werschak, den erweiterten Kreisvorstand und Kreisjugendvorstand sowie die Mitglieder des Sportabzeichenausschusses mit Partnern eingeladen. Treffpunkt war das Vereinsheim des Sportvereins Eichelberg, wo der erste Vorsitzende des SV, Bernd Boppel, die Wanderfreunde begrüßte. Bei strömendem Regen machten die Wanderer bestens beschirmt und behütet aus der Not eine Tugend und statt einem ausgedehnten morgendlichen Spaziergang einen stadtgeschichtlichen Rundgang durch das Kraichgaudorf. Eichelbergs Ortsvorsteher Joachim Zorn hatte sich in geschichtsträchtige Gewänder gekleidet und empfing die Gäste im Rathaus, das 1604 gebaut wurde. Im Obergeschoss sind in einer Dauerausstellung die Überreste der im 12. Jahrhundert entstandenen früheren Klosteranlage Wigoldesberg nachgebildet. Die ersten Hinweise auf die Gründung der Klosteranlage gehen zurück bis ins Jahr 1108, in dem Benediktinermönche das Kloster erbauten. In seiner Blütezeit um das Jahr 1200 boten die heiligen Hallen nicht nur einen Ort der Einkehr und des Gebets, sondern brachten der Region einen wirtschaftlichen Aufschwung und ein Aufblühen der Ortschaft mit sich. „Wenn auch heute nicht mehr denkbar, so war das Kloster damals Dreh- und Angelpunkt des Kraichgaus rund um die heutigen Stadtteile von Östringen, Odenheim und Eichelberg“, informierte der Ortsvorsteher. Im Bürgersaal des Rathauses erfuhren die Sportkreis-Funktionäre Wissenswertes über die Geschichte des kleinsten Östringer Stadtteils mit 720 Einwohnern. Ein Rundgang durch den Ort führte die Wanderer zur 1556 erbauten Alten Kelter, wo die Gäste einen Blick in den historischen Weinkeller warfen und zur katholischen Kirche St. Jakobus von 1711. Markant ist noch das Schulhaus des Ortes aus der Zeit um 1900, in dessen Nähe ein seit 1700 bestehender alter Ziehbrunnen steht, einst die einzige Wasserquelle Eichelbergs. Im Ort wurde traditionell Weinbau betrieben. Bei einem Imbiss im Feuerwehrgerätehaus schenkte Ortsvorsteher Zorn den guten Rebensaft aus, der eigens zum 850-jährigen Jubiläum 2011 hergestellt wurde. Die Wanderer trotzten dem Dauerregen und überquerten bei ihrem Rundgang auch das Eisenbahnviadukt, das als Teil der längst stillgelegten Bahntrasse Odenheim – Hilsbach der Katzbachbahn von der Stadt Östringen zum Rad- und Wanderweg über das Katzbachtal umfunktioniert wurde. Bei der gemütlichen Einkehr im Vereinsheim des SV Eichelberg dankte Sportkreisvorsitzender Josef Pitz dem Organisator, Herwig Werschak und den Gastgebern Bernd Boppel und Ortsvorsteher Joachim Zorn für die Gastfreundschaft. Anschließend genoss die Wandergruppe das Eichelberger Kerweessen.  

Bei einem Rundgang durch Eichelberg warfen die Vertreter des Sportkreises Sinsheim einen Blick in den historischen Weinkeller der Alten Kelter.

 

Eichelbergs Ortsvorsteher Joachim Zorn hatte sich für die Gäste des Sportkreises Sinsheim in geschichtsträchtige Gewänder gekleidet.

 



Katrin Herzog neue Frauenbeauftragte des Sportkreises Sinsheim

Katrin Herzog neue Frauenbeauftragte des Sportkreises Sinsheim

Katrin Herzog heißt die neue Frauenbeauftragte des Sportkreises Sinsheim. „Betrachtet man die aktuellen Zahlen zu Frauen im Sport und Sportorganisationen, wird die Aufgabenstellung schnell deutlich“, schreibt Josef Pitz, Vorsitzender des Sportkreises Sinsheim und Präsidiumsmitglied des Badischen Sportbundes, in einer Pressemitteilung: Die Zahl der Frauen im organisierten Sport in Deutschland steigt kontinuierlich an. Heute sind 10,4 Millionen Mädchen und Frauen im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) organisiert, das entspricht einem Anteil von 40 Prozent. Im Vergleich dazu ist die Zahl der Frauen in den Gremien des Sports nur sehr gering. „Als Frauenvertreterin des Sportkreises organisiere ich speziell für Übungsleiterinnen und Trainerinnen Lehrgänge zur Aus-, Fort- und Weiterbildung und bin Ansprechpartnerin für die Wünsche und Probleme der weiblichen aktiven Sportler“, beschreibt Katrin Herzog ihre neue Aufgabe. Neben den langjährigen Erfahrungen bei ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten nimmt die Frauenbeauftragte an Weiterbildungsmaßnahmen, Arbeitstagungen und Informationsveranstaltungen teil und berichtet in den Gremien des Sportkreises regelmäßig über ihre Tätigkeiten. Die 33-jährige Beamtin bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg wohnt in Hilsbach. In ihrer Freizeit widmet sie sich hauptsächlich ihrem Hobby Reiten. Ehrenamtlich engagiert sich Katrin Herzog unter anderem als Jugendwartin beim Reiterverein Hilsbach, als Jugendwartin beim Reiterring Kraichgau Neckar-Odenwald und im Jugendteam des Pferdesportverbandes Nordbaden. Sportlich aktiv ist sie auch beim Joggen und Skifahren. „Sie wollen als Vertreter eines zukunftsorientierten Sportvereins mehr Frauen und Mädchen für ihr Sportangebot gewinnen? Dabei unterstütze ich Sie gerne“, bietet Katrin Herzog ihre Hilfe an. Die Kontaktdaten: Katrin Herzog, Am Tuchrain 6, 74889 Sinsheim-Hilsbach, Tel. 07260-849272, E-Mail: katrin.herzog@freenet.de.



Sportkreis beim Spieltag zur Frauen-WM 2011 in Sinsheim

 

Vereine des Sportkreises helfen beim Spielparadies in der Innenstadt von Sinsheim mit

Spielen war angesagt in der gesamten Sinsheimer Innenstadt. Zur Eröffnung der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaften am 29. Juni mit der ersten Partie in der Rhein-Neckar-Arena zwischen Frankreich und Nigeria erstreckte sich von der Allee über die Bahnhofstraße, Kirchgasse samt Kirchplatz bis zur Burggasse ein Spielparadies, das Jung und Alt am Sonntag zu Tausenden in seinen Bann zog. Mehr als 160 Helfer aus den Vereinen des Sportkreises Sinsheim waren auf den Beinen und kümmerten sich um eine unauffällige und engagierte Betreuung an mehr als drei Dutzend Spielstationen.

Auch der Sportkreis Sinsheim war mit einem Info-Stand vertreten, der mit viel Informationsmaterial auf Aktivitäten rund um den Sport aufmerksam machte. Beim Eintrag in das ausliegende Gästebuch konnten viele Gespräche mit Gästen aus allen Landesteilen und umliegenden Bundesländern geführt werden. Selbst viele ausländische Gäste waren voll des Lobes über die gute Stimmung und die Gastfreundschaft in Sinsheim und im Kraichgau.

Manchmal reichten ganz einfache Spielgeräte, um die Spiellust zu wecken, wie die achteckigen Holzspielfelder, knapp einen Quadratmeter groß, die sich an den Tischreihen in der Allee beispielsweise einer regen Nachfrage erfreuten, wo in kniffligen Hockey - oder Fußballpartien mittels magnetgesteuerten Figuren Bälle oder Scheiben in den Toren unter zu bringen waren. Manfred Schifferdecker aus Daisbach betreute mit Kollegen aus Hilsbach und Zaisenhausen eine gigantische Spielsammlung in der Muschel der Musikschule. Neue, wie bekannte und unbekannte Brettspiele wurden hier ausprobiert. Gleich dahinter reihte sich Tisch an Tisch für Liebhaber dieser stilleren Art von Spielfreude. Bewegungsgeschick und Balancefähigkeit waren bei den Pedalos gefordert. Die Holzgeräte auf Rollen in verschiedensten Ausführungen werden wie Pedale auf und ab bewegt und man rollt mühelos vor oder rückwärts. Umlagert waren nicht nur das halbe Dutzend klassischer Tipp-Kick-Sets, die vor 40 Jahren noch in so gut wie jedem Kinderzimmer daheim waren. Dagegen hat sich der Kickertisch als Klassiker gehalten, und wie zu beobachten war, ist er bei Kindern, Jugendlichen wie älteren Semestern gleichermaßen beliebt. Modell-Rennbahnen mit elektrischen Flitzern, anziehende Playmobilsets, Werkstätten mit Miniwerkzeug für die ganz Kleinen oder der komplette Sandkastenfuhrpark von Baggern, Kippern, Planierraupen bis zu Betonmischern beziehungsweise die landwirtschaftliche Variante mit Traktoren und Ackergerätschaften wurden von Kinderhänden fast nicht mehr los gelassen. Natürlich fehlte die elektronische Bewegungsanimation nicht, war aber nicht unbedingt der Renner. Dagegen haben die guten alten Kettcars, samt Tretbulldog, Dreirad und andere rollende Gerätschaften die absolute Zustimmung der Kinder gefunden. Die spielende Stadt hat manchen Besucher überrascht, wie einen Sandhausener Softwareexperten, der mit seinen beiden Kindern (drei und fünf Jahre) das Erlebnis genoss. „Wir haben alle Stationen durchgemacht. Es ist einfach toll, was hier geboten wird.“

Auch der Sportkreis Sinsheim war beim Spielparadies in Sinsheim mit einem Info-Stand vertreten und machte mit viel Informationsmaterial auf Aktivitäten rund um den Sport aufmerksam.



Sportkreistag 2010 in Steinsfurt

Lesen Sie hier den Bericht vom Sportkreistag 2010 in Steinsfurt